„Anwohner wütend über Corona-Flyer“ – Wie die Mittelbayerische manipuliert statt informiert

Wie die MZ unter der Schlagzeile „Anwohner wütend über Corona-Flyer“ schreibt, wurden in Regensburger Briefkästen Flugblätter gefunden, in denen das „Ende der Corona-Pandemie“ behauptet wird. Mehr ist in dem langen Artikel über den Inhalt der eingeworfenen Flyer nicht zu erfahren.
Seriöser Journalismus würde nun die Frage stellen, ob das stimmt. Schließlich sind ja seit Mai die Zahlen der Menschen im Krankenhaus und der an Covid 19 Gestorbenen drastisch gesunken. Das tut die Mittelbayrische aber nicht.

Stattdessen diffamiert die MZ die Behauptung vom „Ende der Pandemie“ als „eine Verschwörungstheorie“.

Seriöser Journalismus würde den Begriff „Verschwörungstheorie“ nicht ohne Beweis verwenden. Denn der Begriff „Verschwörungstheorie“ ist ein rechter Kampfbegriff, den die CIA erfunden hat, wie in telepolis belegt wird.

Dann stellt die MZ die Frage, ob die Flyer „legal“ seien. Da bekommt der einfache, will sagen rechtsunkundige Bürger Angst.

Seriöser Journalismus würde informieren, dass Flugblätter selbstverständlicjh zur Demokratie gehören, und Flyer ohne Herausgeber-Angabe ungefähr so illegal sind wie Falschparken. Das heißt, es ist eine Bußgeldsache, also nichts schlimmes.

Seriöser Journalismus würde fragen, ob „wütend“ sein für einen Demokraten die richtige Antwort auf eine andere Meinung ist, da das Recht auf Anders-Denken zu den Grundpfeilern einer Demokratie gehört. Die MZ fragt nicht, sondern findet das offenbar ok…

Im Power-Song „Hymne des Widerstands“ von Freimann wird sich mit den Folgen dieser Sorte „Journalismus“ beschäftigt.

Autor: Otmar Spirk