Die „Trostfrau“ vom Wiesenter Nepaltempel und ihre abgeräumte Berliner Schwester

„Trostfrauen“, so nannte die kaiserlich-japanische Armee die etwa 200.000 Mädchen und junge Frauen, die in den eroberten Gebieten als Zwangsprostituierte in Militärbordellen die Soldaten bei Stimmung halten mussten. Eine Skulptur einer solchen „Trostfrau“ wurde 2017 im Nepaltempel bei Wiesent aufgestellt (MZ), unter Teilnahme einer der überlebenden Frauen.

Im September wurde in Berlin die Schwester-Skulptur einer „Trostfrau“ an einem öffentlichen Platz aufgestellt – das war das einzige öffentliche Erinnerungsdenkmal in Deutschland. Ja: war, denn diese „Trostfrau“-Skulptur wurde nun soeben auf Forderung der Nachfahren der japanischen Kriegsverbrecher von der Berliner Bezirksverwaltung entfernt.

Die deutsche „Betroffenheits-Kultur“ – eine Riesenheuchelei

Das ist ein Lehrstück , wie substanzlos die herrschende Betroffenheits-Kultur ist . Im Falle eines Falles werden die Betroffenen nicht nur in diesem Fall im Stich gelassen. Der lesenswerte Nachdenkseiten-Artikel “ Der leere Stuhl“ berichtet über die Ereignisse im einzelnen .

Autor: Otmar Spirk