Die Süddeutsche Zeitung : Seit 22.9.20 von der Viertelwahrheit über Corona zur Halbwahrheit

Die Süddeutsche war meine Lieblingszeitung. Bis Corona fühlte ich mich da wirklich gut informiert. Und seitdem? Panikmache mit Viertelwissen. Aber nun geht es voran! In der Süddeutschen wird exakt seit dem 22.9.2020 unter der Rubrik „Wissen“ nicht mehr nur Panikmache mit „Infiziertenzahlen“ betrieben. Es finden sich nun auch entscheidende Tatsachen über den Virus, konkret:

Die Süddeutsche zeigt auf ihren Grafiken seitdem auch die Zahl der wegen Covid 19 in intensivmedizinischer Behandlung Befindliche

SZ-Grafik – aber erst seit 22.9.20

Und sie nennt nun die – seit Juni geringe – Zahl der durch Covid 19 gestorbenen Menschen. Aber halt nein, das wäre schon wieder zu viel der Wahrheit! Die SZ schreibt zu ihrer Grafik (hier SZ 23.10.) zwar: „Täglich bestätigte Todesfälle durch Covid 19“.

Tatsächlich aber ist das nicht nur die Zahl der „durch „, sondern ebenso der nur „mit Sars-CoV-2 infiziert“ Gestorbenen. Denn die von der SZ übernommenen amtlichen Zahlen des RKI -übrigens eine Einrichtung des Bundesgesundheitsministeriums – überhöhen die Verstorbenen-Zahl, in dem einfach „an“ und „mit“ zusammengezählt werden, wie das RKI schreibt:

„Sowohl Menschen, die unmittelbar an der Erkrankung verstorben sind („gestorben an“), als auch Personen mit Vorerkrankungen, die mit SARS-CoV-2 infiziert waren und bei denen sich nicht abschließend nachweisen lässt, was die Todesursache war („gestorben mit“) werden derzeit erfasst.“

Na, deine halbe Wahrheit ist doch auch schon mal was, liebe Süddeutsche ! Oder sind auch Halb-Wahrheiten falsche Wahrheiten?

Autor: Otmar Spirk