Risikogruppen weiter ohne Schutz: Hat die Regierung billigend den 2. lockdown in Kauf genommen?

Was ist eigentlich seit dem 1. lockdown passiert, um einen 2. lockdown zu verhindern ?

Der Leser erinnere sich: Die Regierung war nicht auf einen Epidemie vorbereitet. Nach deren Ausbruch wurden dann vom Gesundheitsministerium für über 5 Milliarden EUR (!) im Hau-ruck-Verfahren Masken, Schutzkleidung usw. eingekauft. Von denen erwies sich ein Gutteil als von ungenügender Qualität, ein Teil wurde als Überschuss an andere Länder verschenkt. Und es laufen zahlreiche Rechtsstreitigkeiten, da zu stark überteuerten Preisen eingekauft wurde…

Was wurde seit dem 1. lockdown speziell für die sog. Risikogruppen getan, frage ich als Berufsbetreuer Betroffener?

Als Berufsbetreuer mit Menschen, die zu den sog. Riskogruppen gehören, kann ich nur sagen: es wurde NICHTS für meine Betreuten getan !

Tun können hätte die Regierung z.B. etwas für ihr Immunsystem durch eine verbesserte, vitaminreiche Ernährung in den Altenheimen und mehr Personal für ihre Lebensfreude, anstatt sie weiterhin mit Teil-Isolation einsam und krank zu machen.

Tun können hätte sie für die „Risikogruppler“ außerhalb, Aufklärung zu betreiben, was sie zum Schutz ihres Immunsystems tun können und ihnen Geld für eine gute Ernährung zur Verfügung zu stellen . Denn es sind überproportional viele arme Menschen, die zu „Risikogruppen“ gehören, die sich schlecht ernähren und ebenfalls an Isolation und mangelnder Betreuung leiden. Mein Antrag auf Kostenübernahme für FFP 2-Masken für schwerkranke Betreute wurde von der Stadt Regensburg und der Regierung der Oberpfalz abgelehnt, wie ich berichtete.

Wie sah die bisherige Corona-Politik aus ?

Prof. Rene Gottschalk, Leiter des Gesundheitsamts Frankfurt a.M. kritisierte vor kurzem in der FAZ die Corona-Politik :

„Von den drei Strategien im Umgang mit der Pandemie – „Containment“ (Eindämmung), „Protection“ (Schutz für Risikogruppen) und „Mitigation“ (Folgenminderung) – werde ausschließlich „Containment“ betrieben, „was angesichts der Fallzahlen dringend überdacht werden sollte“.“

Inzwischen fordern viele Mediziner und Wissenschaftler, endlich einen gezielten Schutz der Riskogruppen durchzuführen, anstatt die gesamte Bevölkerung in zerstörerische Geiselhaft zu nehmen.

Nun lese ich auf ZEIT online , dass zwar jede Menge Intensivbetten für die intensivmedizinische Behandlung von Covid 19-Patienten da sind – aber es gäbe im schlimmen Falle – wie schon seit x-Jahren – nicht genügend Pflegefachkräfte für diese Behandlung. Das heißt: Außer Dauer-Panikmache wurde hier NICHTS getan? Und nun erleben wir auch noch Panikmache durch die Drohung fehlenden Personals…

Die Corona-Politik seit dem 1. lockdown wird gut in dem folgendem telepolis-Artikel „Lockdown 2.0“ zusammengefasst .

Ah. ich verstehe :

Erklärte doch Kanzlerin Merkel beim 1. lockdown, das Notstandsrecht sei so lange notwendig, bis es eine Impfung für den Virus gebe! Und: Mit einem anhaltenden Notstandsregime lassen sich die gewollten Änderungen am leichtesten durchsetzen.

Autor: Otmar Spirk