Die zunehmende Gewaltsprache der Mittelbayerischen: „Polizei sprengt Corona-Partys“

Die Mittelbayerische befleißigt sich zunehmend einer Sprache von negativer Emotionalisierung und Gewalt zur Rechtfertigung der Corona-Politik.

Unter der Überschrift „Polizei sprengt Corona-Partys“ (MZ 4.11.20) heißt es,

„In den vergangenen Tagen sprengten die Einsatzkräfte zahlreiche Partys…auch eine Party am Neupfarrplatz wurde gesprengt.“

„Sprengen“ – das ist ein Begriff aus dem Krieg.

Und gegen wen geht diese gewalttätige Sprache ? Sie geht gegen die „Partys“ von Jugendlichen . Bei „Partys“ denkt der biedere Spießer an wilde Exzesse . Dabei wird hier schlichtweg von der Polizei das Grundbedürfnis von Jugendlichen nach der Pflege von Kontakt zerstört.

Weiter heißt es in der MZ:

„Immer wieder kommt es auch zu Gewalttätigkeiten gegen Polizisten, wenn die Maßnahmen durchgesetzt werden.“

Die Staats-Gewalt als Opfer der Gewalt von Corona-Leugnern ?

Tatsächlich ? Allerdings fehlt zu den behaupteten „immer wieder…Gewalttätigkeiten“ gegen Polizisten jegliche Aussage, worin sie bestanden haben sollen, und wann, wo und wieviele es gewesen sein sollen.

Für mich ist das Verbreiten solcher pauschalen Behauptungen kein Journalismus mehr . Der MZ-Autor ist denn auch der schon in seiner Zeit als Wochenblatt-Redaktionsleiter auffällige Dr. Eckl. Nur dass es Dr. Eckl damals um die Diffamierung von fridays for future und der Seenotretter von sea eye ging….

Mir fällt die Häufung unpassend-emotionalisierender bis gewalttätiger Sprache in der MZ auf:

Da wurde es unter der Überschrift „Anwohner wütend wegen Corona-Flyer“ als normal geschildert, auf die Verteiler von coronapolitik-kritischen Flugblättern „wütend“ zu sein.

Auch mit Sprache kann man Gewalt fördern bzw. rechtfertigen :

Hier wird nach dem Motto „der Zweck heiligt die Mittel“ die Spaltung der Gesellschaft gefördert und mit sprachlicher Verrohung ein Klima von Gewalttätigkeit – „Hauptsache gegen die Richtigen !“ – gefördert.