Angst und Wut im Kontext Corona (Teil 2): „Ein Feind ist nur, solange ich seine Geschichte nicht kenne.“

Im Teil 1 habe ich zum Thema Angst das Angebot einer geführten Innenwelt-Reise zum Corona-Virus veröffentlicht: Denn es gibt keine „allgemeine“ Bedrohung durch das Virus , sondern wenn nur eine ganz persönliche…

Über den hilfreichen Umgang mit „Feinden“ : Mein Cafe-Verbot

Nun geht es mir um unseren Umgang miteinander in „Corona-Zeiten“:

Ich hatte dazu vor ein paar Tagen folgendes Erlebnis: ich bekam vom Geschäftsführer in meinem Lieblings-Cafe Hausverbot, weil ich im Cafe „nur“ meinen Schal als Mund-Nasen-Schutz benutze (wie es die Corona-Verordnung als Möglichkeit vorsieht), aber keine Maske trage…Anfangs hat mich dass wütend gemacht, aber dann erinnerte ich mich an die mir bekannten Exsistenzängste dieses Geschäftsführers. Und dass es gleich auf der anderen Strassen-Seite auch eine gute Coffee-to-go-Möglichkeit gibt.

Stand Querdenken Dultplatz 14.11.

Hierzu ein spannendes Interview mit dem Friedensforscher Dr. Daniele Ganser unter der Überschrift „Achtsamkeit statt Angst“ .

Es geht zum einen um den achtsamen Umgang mit unseren Gefühle, die aufsteigen und gehen. Und aufsteigen und…

Und es geht um den Umgang mit Andersdenkenden:

Gansers Essenz: Andersdenkende sind nur solange Feinde für uns, wie wir ihre Geschichte nicht kennen.

Für mich ist das ein Appell zur Kommunikation. Das heisst:

Mich selber Andersdenkenden gegenüber nachvollziehbar machen und die Geschichte der anderen hören wollen.

Dass viele so voller Angst sind, dass sie nicht mehr mit Andersdenkenden reden wollen, ist halt so…Sie haben ja auch die Folgen ihrer Angst zu tragen.

Autor: Otmar Spirk