Angst und Wut im Kontext Corona (Teil 4): Was ein Trauma-Therapeut den Protestierern rät…

Wut erschöpft , und sie trennt uns mehr, als vielleicht manchmal tatsächlich notwendig. Wie kommen wir so in die eigene Kraft, dass wir alle gewinnen, anstatt uns im Kämpfen zu erschöpfen ?

Der bekannte Trauma-Therapeut Gopal Klein zeigt in dem Video seiner Rede auf einer Querdenken-Kundgebung in Gelnhausen www.traumaheilung.net/discussion-topics/gopal-n-klein-wege-aus-der-krise-21-11-2020-querdenken-demo-gelnhausen-frieden-freiheit/ einen Weg auf.

Ein paar Gedanken aus dieser Rede :

Gopal meint, sehr viele Menschen würden gerade derzeit an einem Entwicklungs-Trauma aus ihrer Kindheit festhängen : Nämlich der Erfahrung der eigenen Ohnmacht, und der daraus folgenden Grundhaltung, sich möglichst überall „raus zu halten“.

Und: Wir Menschen hätten instinktiv Angst vor der Nähe anderer, dass die uns etwas antun könnten….

Er empfiehlt, statt über mentale „Überzeugungsarbeit“ mit andersdenkenden Menschen über die Gefühle in Kontakt zu gehen. Konkret:

Dem anderen die Frage stellen : „Wie fühlen Sie sich jetzt gerade ?“

Statt über gegensätzliche Meinungen zu streiten, sollten wir den anderen Menschen fragen: „Wie fühlen Sie sich gerade ?“, und so in eine tatsächliche Beziehung gehen.

So könnten wir auf die Ebene unserer gemeinsamen Menschlichkeit kommen, statt in Rollen zu verharren….

Wenn es nach ihm geht, würden sich die Kritiker der Corona-Politik, die Polizisten und ebenso die Gegen-Demonstranten zusammen setzen und über ihre aktuellen Gefühle reden. Dann wäre bald Schluss mit dem derzeitigen Wahnsinn….

Plakat Querdenken – Fest Dultplatz 14.11.

Autor: Otmar Spirk