Dialog mit den an der Drei -Mohren – Bar zündelnden „Anti-Rassisten“? Ist regensburg digital Teil dieser ,cancel culture‘ ?

Die Fakten: Seit einem halben Jahr ereifern sich angebliche Anti-Rassisten, der Name „Drei Mohren Straße“ und „Drei Mohren Bar“ sei rassistisch. Sie demonstrierten vor der Bar. Wiederholt wurden die Inhaber der Bar persönlich angepöbelt , sie seien „Rassisten“. Und die Bar wurde wiederholt beschmiert.

Eine Diskussion des Antrags der „AG Umbenennung“ auf Straßennamen-Änderung im Stadtrat scheiterte, weil die „Antirassisten“ die benötigten 1000 Unterschriften dafür nicht zusammen bekamen…

Nun wurde auch noch am Bar-Schild gezündelt . „Nur“ eine Sachbeschädigung oder gleich versuchte Brandstiftung ?

Jedenfalls: Von den Initiatoren dieser Proteste lese ich nirgendwo eine Distanzierung von diesen Straftaten.

Das – übrigens linksliberal gestrickte – Inhaber-Pärchen wehrt sich nun öffentlich, siehe die MZ unter der Überschrift „Trotz Attacken: Die Drei-Mohren-Bar bleibt“ . Wer das und ihre Drei Mohren website liest, der weiß: Die Inhaber sind das Gegenteil von Rassisten.

Auch ansonsten sprechen die Fakten gegen irgendeinen „Wort-Rassismus“ : Das Wort „Mohr“ ist in Deutschland historisch im im wesentlichen positiv besetzt, wie die – übrigens linksdemokratischen – NACHDENKSEITEN ausführlich recherchiert haben. Und ganz konkret für Regensburg wies der Historiker Dr. Werner Choprak darauf hin, dass in der Straße einmal ein Gasthaus „Zu den Drei Mohren“ stand: Vermutlich in Anlehnung an ein gleichnamiges Hotel in Augsburg, das abessinische Mönche als Ausdruck der Wertschätzung von deren Heilkunst umsonst übernachten ließ…

unten angesengt: Drei Mohren Bar- Schild
Erklärung der Barinhaber an Bar-Tür und auf der Drei-Mohren-Bar website

Diese Tatsachen sind dieser Sorte „Anti-Rassisten“ offensichtlich egal: Es geht ihnen nur um die Durchsetzung ihrer sogen. cancel culture: Jedes Wort, das sie nicht für „politisch korrekt“ halten, muss ausgelöscht werden. Sie agieren wie eine selbsternannte Sprachpolizei .

„Das Weltbild dieser Leute ist ein in sich geschlossenes“ (Barinhaber Schmucker)

Barmitinhaber Schmucker sagt dazu höflich : „Das Weltbild dieser Leute ist ein in sich geschlossenes.“

Ich würde klarer sagen: Leute, die an Tatsachen nicht interessiert sind, sind Fanatiker.

Ob sich Fanatiker nun mit Worten wie antirassistisch/antifaschistisch etc. schmücken, ist mir egal. Ich frage mich, ob diese Menschen überhaupt Demokraten sind ?

regensburg digital: Keinerlei Kritik am Treiben dieser Sorte „Antirassisten“

Auch der Blog regensburg digital beschäftigt sich unter der irreführenden Überschrift „Drei Mohren und kein Dialog“ scheinbar neutral ausführlich mit den Vorgängen.

Befremdender Weise findet sich aber im Artikel null-Kritik an den Pöbeleien, Schmierereien und dem Zündeln. Auch die falschen Behauptungen zum Begriff „Mohr“ werden nicht aufgeklärt.

Stattdessen flüchtet sich der Autor in die Wiedergabe allgemeiner Beiträge zum Thema Rassismus. regensburg digital ist sich also „in der Sache“ mit den hier vor Ort tätigen Fanatikern einig, oder missverstehe ich hier etwas ?

Ich selbst befürworte grundsätzlich den Dialog auch mit z.B. Pöblern, Schmierern, und Zündlern. Das Problem mit Fanatikern ist aber eben gerade, dass sie keinen demokratischen Diskurs wollen, sondern die Unterdrückung anderer Ansichten. Darum hilft hier nur ein klares: Wehret den Anfängen !

Mein Fazit ist:

Diese Sorte „Antirassisten“ verharmlosen den tatsächlich stattfindenden Rassismus . Und sie sind null Hilfe für all die Menschen, die tatsächlich auch in Regensburg wegen ihrer Herkunft oder Hautfarbe diskriminiert werden, wie ich bereits in meinem Artikel “ Drei Mohren Strasse umbenennen, weil rassistisch ? Das ist Unfug“ ausgeführt habe.

-Autor: Otmar Spirk