Schweigemarsch „Wir müssen reden !“ gegen Corona-Politik : Ob diese Aktionsform gut ist ???

Am Sonntag habe ich mir den inzwischen zweiten „Schweigemarsch: Wir müssen reden !“ angeschaut. Wir waren gut 150 Menschen, die vom Dultplatz zu den Arcaden zogen.

Wir zogen also auflagengemäß mit Mundnasenschutz und 2 Meter Mindestabstand voneinander in zwei Gänsemarsch-Reihen stumm durch weitgehend leere Straßen. Meinungsplakate , Symbole , egal was, waren unerwünscht. Es wurden nur mehrere Transparente „Wir müssen reden !“ mitgeführt…

Die einzige Unterhaltung boten vier junge Männer, die sich am Straßenrand hinter einem Transparent „Wer mit Faschos demonstriert hat die Kontrolle über sein Leben verloren #Mitdenken „ versteckten. Sie begrüßten uns im Chor mit einem „Faschisten verpisst euch !“ . Es entspann sich daraufhin folgender Dialog? : „Ja, wir haben euch auch gern !“. Ein Teilnehmer formte mit den Händen ein Herzchen in Richtung der Pöbler, was von dort mit einem „Euer Herzchen könnt ihr euch sonstwo hinstecken !“ beantwortet wurde. Woraufhin ein Teilnehmer antwortete: „Ihr seid Hasser, keine Demokraten „, woraufhin von der Pöbler-Seite nur noch ein schwaches „ähm“ kam…

Beim Umschauen konnte ich auf Grund der Maskierung und fehlender Plakate usw. keine „Faschos“ entdecken. Da die Kontrolle über unser Leben ja nun tatsächlich Regierung und Polizei übernommen haben, vermute ich , die Pöbler wollten uns sagen, dass die Söder-Regierung Faschos sind ???

Aufgefallen ist mir noch die bürgerkriegsmäßig ausstaffierte Polizei – die zu etwa 50 zum Teil eng zusammen gluckte – mit Sicherheitsweste, Helm, Schlagstock und Pistole. Quot licet Polizei-jovi, non licet Bürger-bovi, wie die Lateiner zu sagen pflegen…

Was sind die Ziele von „DER SCHWEIGEMARSCH“ ?

Die Anliegen des „Schweigemarsches“ teile ich zum großen Teil:

Unter der-Schweigemarsch.de lese ich:

„Wir gehen zusammen als Menschen für unsere Menschenrechte auf die Straße!

Worüber müssen wir reden?
Darüber, dass die Pandemie von nationaler Tragweite beendet wird – ohne Impfstoff!
Darüber, dass es mehr als 200 statt nur 2 Experten gibt, die gehört werden müssen!
Darüber, dass es reicht mit permanenten Angstkampagnen und dass wir regierungsunabhängige Wissenschaft fordern!
Darüber, dass die Drangsalierung unserer Kinder aufhört – sie brauchen Zuneigung und Verständnis statt Isolation und Abweisung!
Darüber, dass wir als Familien selbstbestimmt und verantwortungsbewusst den Umgang mit alten und kranken Angehörigen regeln können!
Darüber, dass die Unterstützungen für Klein- und Mittelbetriebe festhängen, während sie für Großkonzerne munter fließen!
Darüber, dass wir eine freie Presse und Meinungsfreiheit befürworten!
Darüber, dass mit drittrangigen Infektionsschutzverordnungen keine erstrangigen Versammlungsrechte zu versagen sind!
Darüber, dass die gesellschaftliche Spaltung ein Ende hat – wir stehen in Frieden und Freiheit zusammen!
Darüber, dass es uns wirklich reicht – zieht Euch warm an, denn wir werden nicht lockerlassen – friedlich, aber bestimmt!
Warum? Weil wir der Souverän sind und ihr die Repräsentanten!“

JA, ABER: Mich macht so ein isoliertes, schweigendes Ziehen durch oft leere Straßen eher depri. Gut gemeint, aber : WAS SOLL DAS BRINGEN ? Ich finde, die Protestbewegung lebt von der Lebendigkeit, vom Kontakt untereinander und von der Buntheit – und vom gesehen werden …

Autor: Otmar Spirk

Zur Erinnerung: Meine Berichte über das Querdenken-Regensburg Fest am Dultplatz:

Teil 1: Ein Geschmack von love and peace

Teil 2: „Covidioten, Corona-Leugner…“: Wen ich bei Querdenken-Regensburg alles (nicht) getroffen habe

Teil 3: Wir Antifaschisten waren bei Querdenken, nur die Antifa-nten …

Teil 4: „Zu radikale Redner bei Querdenken …?