Jesus wäre beim „Esoteriker“ – Flügel der Querdenker, oder ? …Und sonstig weihnachtliches

-Weihnachten ist, und SPIEGEL & Co. versuchen aktuell sogar Jesus für ihre Corona-Propaganda einzuspannen, wie die NACHDENKSEITEN im Artikel „Jesus: Der neue Zeuge Coronas“ berichten.

Die Kirchen lassen es sich gefallen. Naja, was Jesus zum Thema Corona zu sagen hätte, würde ihnen ohnehin nicht gefallen.

Was würde Jesus denn zum Thema Corona sagen ?

In einem Antwort-Leserbrief an die NDS hat ein Pfarrer aus dem Neuen Testament in klarer Weise zusammen geschrieben, was Jesus laut Bibel zu Hygiene-Regeln und zu Krankheitsursachen gesagt und im Kontext gedacht hat:

„In der Religion in die Jesus hineingewachsen ist, hatte das Sich-rein-Halten ganz hohe Priorität. Modern ausgedrückt: der Schutz vor Infektionen. „Denn die Pharisäer und alle Juden essen nicht, wenn sie nicht die Hände mit Wasser gewaschen haben, und halten so an der Überlieferung der Ältesten fest; und wenn sie vom Markt kommen, essen sie nicht, bevor sie sich gewaschen haben. Und es gibt viele andre Dinge, die sie zu halten angenommen haben, wie: Becher und Krüge und Kessel und Bänke zu waschen“ (Markusevangelium 7, 3-4). Also Desinfektion in allen Lebensbereichen… Die Sorge, unrein zu werden bzw. sich zu infizieren war dieselbe wie heute.
 Jesus und seine Jünger haben nun diese Hygienevorschriften jedoch nicht akribisch eingehalten: Die Pharisäer „sahen, dass einige seiner Jünger mit unreinen, das heißt ungewaschenen Händen das Brot aßen. (…) Da fragten ihn die Pharisäer und die Schriftgelehrten: Warum wandeln deine Jünger nicht nach der Überlieferung der Ältesten, sondern essen das Brot mit unreinen Händen?“ (Markusevangelium 7, 2 und 5)
 Die Antwort von Jesus ist nun keine Anweisung an seine Jünger, künftig die Hygieneregeln zu beachten, sondern eine fundamentale Kritik am Hygienekult: „Es gibt nichts, was von außen in den Menschen hineingeht, das ihn unrein machen könnte; sondern was aus dem Menschen herauskommt, das ist’s, was den Menschen unrein macht. (…) Und er sprach zu ihnen: Seid denn auch ihr so unverständig? Versteht ihr nicht, dass alles, was von außen in den Menschen hineingeht, ihn nicht unrein machen kann? Denn es geht nicht in sein Herz, sondern in den Bauch und kommt heraus in die Grube. Damit erklärte er alle Speisen für rein. Und er sprach: Was aus dem Menschen herauskommt, das macht den Menschen unrein. Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen heraus die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Missgunst, Lästerung, Hochmut, Unvernunft. All dies Böse kommt von innen heraus und macht den Menschen unrein“ (Markusevangelium 7, 15-23).
Die Wurzel des Übels sieht Jesus also in der Psyche der Menschen.
Welche Konsequenzen diese alternative Sicht für Jesus haben konnte, hat sich gezeigt, als er mit einem Aussätzigen zu tun bekam. „Aussatz“ meint dabei nicht nur die heute als Lepra diagnostizierte Krankheit, sondern umfasst verschiedenste Krankheiten die äußerlich sichtbare Symptome hervorrufen und die in der Antike allesamt als hochansteckend gefürchtet waren. Ein Aussätziger durfte sich Gesunden nicht nähern, keinesfalls Körperkontakt haben (vgl. 3. Mose 13, 45-46). So ein Aussätziger kam zu Jesus, kniete vor ihm nieder (Markusevangelium 1, 40-42). Schon das war undenkbar. Antik jüdische Nachrichten zeigen, dass Aussätzige, die das Distanzgebot missachteten, mit Steinen beworfen wurden. 
 Ganz anders Jesus: „Und es jammerte ihn, und er streckte seine Hand aus, rührte ihn an“ (Markus 1, 41), woraufhin der Aussätzige gesund wurde. Das Berühren ist umso bemerkenswerter, als Jesus sonst Kranke durchaus auch aus der Distanz geheilt hat. Den Aussätzigen hat er dagegen demonstrativ berührt.
 Das Verhalten von Jesus gegenüber dem ansteckend Kranken ist aber konsequent. Für Jesus hat der Hygienekult die wirkliche Gottesbeziehung verhindert. Weil für Jesus jede wirkliche Beziehung zu Gott auf Vertrauen beruht. Während der Hygienekult auf Kontrolle setzt. Vertrauen und Kontrolle schließen sich jedoch aus.“ 

Das sind für mich Gedanken, über die man diskutieren sollte. Wahrscheinlich würde ich mit meinen Auffassungen über das Verhältnis von sich innerlich und äußerlich Gesundhalten in der Mitte landen…

Und anderes lesenswertes…

-Roland Rottenfusser meint in “ Schwarze Weihnacht“, dass das „Kindlein der Diktatur“ in der Krippe liegt.

-Und Kerstin Chavent verteidigt im Artikel „eine Frage des Gaubens“ den Geist von Weihnachten gegen die Kirche der Angst der Corona-Gläubigen

Gute Tage wünsche ich Euch allen, liebe Leser und Leserinnen ! Lasst es euch möglichst gut gehen, das ist das Beste, was wir für unsere körperliche wie seelische Gesundheit tun können ! Denn die Frage lautet für mich wie immer : Will ich leben oder nur überleben ? Meine Erfahrung dazu ist: Das Leben ist intelligent. Es liebt die lebendigen Menschen…

Autor: Otmar Spirk