Alten- und Pflegeheime : Fahrlässige Tötung durch ungenügende Hilfeleistung ? Das Virus-Werk und der Beitrag von Söder und Merkel

Seit März 2020 weiß das die Regierung:

Insbesondere Menschen in Alten- und Pflegeheimen , darunter besonders die mit schweren Vorerkrankungen, haben ein drastisch erhöhtes Covid 19 Risiko.

Und gleichwohl schlagzeilt die BZ Berlin : Bis zu 86 % der Corona-Toten in Deutschland kommen aus Pflegeheimen.

In dem NACHDENKSEITEN-Beitrag „Corona und das politische Versagen, über das kaum wer spricht“ werden die aktuellen Statistiken zum tatsächlich drastischen Sterben alter Menschen ausgewertet.

Bisher sind 89% der in Deutschland an oder mit Covid-19 Verstorbenen älter als 70 Jahre. Der Altersmedian aller Todesfälle ist zur Zeit 84 Jahre. Bei den über 80-Jährigen verläuft laut Statistik jede zehnte Infektion (nicht Krankheit!) tödlich. Das individuelle Risiko, bei einer Infektion an Covid-19 zu sterben, ist für über 80-Jährige rund 10.000 Mal so groß wie bei unter 60-Jährigen… So die Statistik-Auswertung im oben genannten Artikel…

Die Bevölkerung im Namen der Alten schurigeln, aber die Alten faktisch im Stich lassen ,oder ?

Während die breite Bevölkerung nach dem Gießkannen-Prinzip ohne Sinn und Verstand geschurigelt wird…. Während die Menschen gegeneinander aufgehetzt werden, als wären die Coronapolitik-Kritiker Schuld am Sterben der Alten…Während der „nicht-systemrelevante“ Teil der Wirtschaft an die Wand gefahren wird …
ist seit März letzten Jahres bis heute das Notwendige in den Alten- und Pflegeheimen nicht geschehen:
Die Corona-Schnelltests, die es bereits seit März gibt, wurden gar nicht oder nicht im notwendigen Ausmaß gemacht – wegen des uralt bekannten und unverändert großen Personalmangels in den Heimen, und wegen der bürokratischer Hürden für deren Kostenübernahme. Usw.usf.

Keine Datenerhebung, keine Aufklärung der Todesfälle in den Heimen…

Auf Merkur.de kritisieren im Artikel „Altenheime Todesfalle“ verschiedene Ärzte und Wissenschaftler den fortdauernd ungenügenden Schutz für die alten Menschen in den Heimen. Weiter heißt es dort:

„Deshalb fordern auch immer mehr Ärzte, dass das Infektionsgeschehen in den Heimen stärker unter die Lupe genommen wird. Es würden aber weder wissenschaftliche Daten erhoben noch die näheren Umstände von Todesfällen bei Heimbewohnern geklärt, kritisiert das 1000 Mitglieder starke Mediziner-Netzwerk EbM (evidenzbasierte Medizin, OS).“


Wenn Politiker anhaltend das Notwendige nicht tun – ist das dann einfach nur „Politikversagen“ – oder steckt da hinter ihren Krokodilstränen Wurschtigkeit gegenüber dem Leben der alten Menschen ?

15.1.2021

Autor: Otmar Spirk