Das Sterben in den Altenheimen: Nur „Politikversagen“ ? Oder sind da „böse Menschen“ am Werk ?

Eine Leserin schreibt mir zu einem Zitat aus meinem Artikel „Alten- und Pflegeheime: Fahrlässige Tötung durch unterlassene Hilfeleistung ? folgendes:

„Zitat: Wenn Politiker anhaltend das Notwendige nicht tun – ist das dann einfach nur „Politikversagen“ – oder steckt da hinter ihren Krokodilstränen Wurschtigkeit gegenüber dem Leben der alten Menschen ? Mein Gedanke: Renten- und Pflegegelder einsparen? Für mich ist das die einzig logische Erklärung. Die heutigen 80+ Rentner bekommen ja Renten, richtig fett, wenn sie gearbeitet haben. So fett, das die sogar versteuert werden (müssten). Und die in Pflegeheimen kosten ja auch Pflege jede Menge. Ach ja, das fehlende Personal ist dann nach Corona auch wieder aus geglichen. Klingt böse, oder?“

Man kann ja entweder glauben, dass es den Politikern „um die Rettung jeden Menschenlebens geht“ (Söder) – und sich dann wundern, warum auch nach 10 Monaten Wissen um die Gefährdung der „Risikogruppen“ wieder das große Covid 19-Sterben in den Altenheimen unterwegs ist.

Oder man kann sich fragen: Wie geht eigentlich dieser Staat schon immer mit dem Thema Gesundheit und dem Sterben alter Menschen um ?

Kann es sein, dass es n i c h t „um jedes Menschenleben“ geht , sondern um die sog. Volksgesundheit, und um die Kalkulation der Kosten dafür ? Und der Rest ist Volksverdummung ?

Kann es sein, dass es der herrschenden Politik darum geht , das Volk soweit gesund zu halten, dass der Laden rund läuft – Bedarf an gesunden Arbeitskräften usw. – und Punkt ?

Meine Erfahrung als Berufsbetreuer in Altenheimen ist: Die Mehrheit der alten Menschen fristet ein kärgliches, unwürdiges Rest-Leben in Altenheimen. Darum sind sie auch die leichtesten Opfer , früher der Grippewellen, jetzt für Covid 19…

Ein gutes Leben im Alter , das gibts schon auch – aber nur für die mit viel Geld !

Hier einige fundierte Artikel zum Thema „Volksgesundheit“:

Der telepolis-Artikel „Intensivmedizin- Versorgung der Bevölkerung in Gefahr“ zeigt anhand der historischen Entwicklung:

Die gerade so benötigte Intensivmedizin wurde zwecks Kostenersparnis Stück für Stück heruntergefahren . Und: Seit März hat sich am Intensivpflege-Personalmangel nichts gebessert !

Irre: Die Intensivmedizin runterfahren, und gleichzeitig der Bevölkerung drohen, man müsse mangels Intensivmedizin-Fachkräften Covid 19-Kranke per „Triage“ aussortieren und einfach so sterben lassen….De facto eine Erpressung zum Impfen eines völlig neuartigen Impfstoffs.

Der Artikel „Schwer Gefährdete lässt man fahrlässig im Stich“ aus dem Magazin infosperber zeigt auf, wie die Politik bei uns und in der Schweiz die Menschen in den Altenheimen fortwährend im Stich läßt: Es passieren einfach nicht die notwendigen Maßnahmen.

Der Nachdenkseiten-Artikel“ Tod auf Rezept. Mitten in der Coronakrise und politisch gewollt machen reihenweise Krankenhäuser dicht“ berichtet u.a. darüber,dass in 2020 zwanzig Krankenhäuser bei uns dicht gemacht wurden; 2019 waren es „nur“ zehn.

Der rubikon-Artikel „Die Krankheits-Dividende“ faßt zusammen, dass eine auf Profitmachen basierende Wirtschaftsweise gar nicht anders kann, als uns Menschen mit ungesunder Ernährung und Umweltvergiftung zu schädigen.

20.1.21

Autor: Otmar Spirk