Prominenter Journalist übt Medienkritik: Aus Corona-Angst heraus Agenten des Systems

Im Gespräch mit dem Deutschlandfunk übt der Feuilletonchef der WELT /WamS (Springer-Medienkonzern), Andreas Rosenfelder schwere Selbstkritik an der medialen Corona-Berichterstattung :

Als Grund für die systemkonforme Coronapolitik-Berichterstattung nennt Rosenfelder, dass die Journalisten, wie viele andere Menschen auch, auf Grund der Pandemie Angst hätten. „Aber dass man nur aus diesem Motive heraus argumentiert, finde ich problematisch.“

Darum hätten sie lieber die Kritiker der Regierungspolitik pauschal diffamiert , als die Corona-Regierungspolitik zu analysieren und zu kritisieren,

„..man hat sich kritisch mit den Kritikern befasst, indem man die alle ins Lager der Coronaleugner und Verschwörungstheoretiker eingereiht hat.“

Und: Kritische Stimmen seien daher in den Medien nur vereinzelt zu Wort gekommen, als „Alibi-Kritiker“ .

Außerdem: Angst vor „der Straße“

Hinzu komme, dass Journalisten seit einem Siegeszug des Populismus und der Erstarkung der AfD ihre Aufgabe zu oft darin sähen, die Regierung gegen die Populisten zu verteidigen, „gewissermaßen gegen den Mob auf der Straße und dabei dann auch ein bisschen ihre Rolle mit der eines Anwalts unseres Systems zu verwechseln“.

Zu den zehn Monaten Corona-Regierungspolitik meint er:

„Selbst wenn die Maßnahmen alle vernünftig wären, wovon ja, glaube ich, nicht mal die größten Optimisten ausgehen, aber selbst wenn das so wäre, müsste doch der Job von uns Medien sein, immer wieder neu zu überprüfen, sind die wirksam, wie ist die Evidenzgrundlage für einzelne Maßnahmen, ist der Lockdown wirklich eine effektive Strategie zur Bekämpfung einer Pandemie.“

Mittelbayerische Zeitung und regensburg digital: Corona-Gesinnungsjournalismus

Die Regensburger Medien sind von soviel Selbsterkenntnis noch meilenweit entfernt.

Aber immerhin: In der Mittelbayerischen Zeitung wird zwar einerseits weiterhin jeden Tag seitenweise die Regierungs-Propaganda 1:1 abgedruckt . Andererseits finden sich seit dem Querdenken-Fest im November im Lokalteil zunehmend Gespräche mit den Kritikern der Corona-Politik selbst , sowie Berichte über die Schäden, die die Corona-Politik im Leben vieler Menschen anrichtet.

Der ehemals kritische Blog regensburg digital hingegen ist unverändert seit Mai kein Aufklärungsmedium mehr. Er ist ein offener Corona-Gesinnungsblog . Dort hat man von vornherein darauf verzichtet, auch nur als Alibi Kritiker zu Wort kommen zu lassen. Siehe meine Berichte hier und hier . Da ist selbst in der Mittelbayerischen Zeitung mehr an Aufklärung, Fragen und Kritik zu Corona und zur Corona-Politik zu finden.

Mein Fazit :

Wenn große Ängste mit einer Weltanschauung zusammen treffen ( egal, ob diese sich links/mitte/rechts nennt ) , dann haben die Tatsachen, die dieser Vermengung von Angst und Weltanschauung widersprechen, keine Chance mehr. Bedenkt man des weiteren, dass auch Journalisten einen Lebensunterhalt brauchen, dann weiß der Leser: Es ist in der Regel besser , dem zu vertrauen, was man über Corona und Corona-Politik im eigenen Leben sieht, als dem, was Journalisten dazu schreiben .

Plakat Querdenken Fest Dultplatz 14.11.

25.1.21

Autor; Otmar Spirk