Das Sterben in Regensburger Altenheimen: Zwischen zu-Tode-schützen und ungenügenden Hygiene -Konzepten

Unverändert seit 10 Monaten sind die Altenheime der Ort mit den meisten Covid 19-Opfern. Denn: Es passiert einfach das Notwendige nicht.

Wie ist es um den Schutz der alten Menschen in den Heimen in Regensburg Stadt und Landkreis bestellt ? Wie sehen die „Hygiene-Konzepte“ aus ?

Ich habe mich bei drei Heimen kundig gemacht . Es gibt dort den relativ sicheren PCR-Schnelltest (Feststellung von Genomschnipseln des SarsV2Corona-Virus) und den je nach Hersteller eher weniger bis sehr unsicheren Antigen-Schnelltest (Feststellung von Eiweiß-Proteinen auf der Genomhülle, z.B. können auch beliebige andere Coronaviren zu test-positiv führen)

Heim 1:

Das Heimpersonal macht ein einziges Mal (!) während einer ganzen Woche den PCR-Schnelltest.

Besucher müssen einen Antigen-Schnelltest machen. Dieser berechtigt dann für 3 ((!) Tage zum Besuch des Heimes. 1 (kurzer) Besucher pro Tag ist jedem Heimbewohner gestattet

Heim 2:

Das Personal soll 2 x in der Woche einen PCR-Schnelltest machen.

Besucher dürfen jederzeit mit einer negativen Testbescheinigung (egal ob PCR- oder Antigenschnelltest) kommen.

Heim 3:

Hier herrscht totales Besuchsverbot. Die alten Menschen werden nicht gefragt, ob sie das auch wollen. Hauptsache, sie sterben nicht an Covid 19, sondern an zum Beispiel Vereinsamung….Wie es den Betroffenen damit geht, habe ich bereits hier beschrieben.

Allgemein:

In den Heimen wird versucht, in Wohngruppen zu trennen. Essen gibt’s nur noch allein auf dem Zimmer. Das Personal ist verpflichtet, FFP 2-Masken zu tragen. Das gilt auch für die Besucher. Von denen wird auch ein 1,5 m Abstand verlangt.

Da die Arbeitsschichten aber zu lange sind , um das schwere Atmen hinter diesen Masken auszuhalten, laufen viele vom Personal auch weiterhin mit OP-Masken herum….Ebenso schaffen es nicht alle vom Personal, die regelmäßigen Tests zu machen. Es gab und gibt einfach seit langem zu wenig Personal….

Zu Tode schützen: Hauptsache, die Alten sterben nicht an Covid 19, sondern lieber an…

Der aktuelle MZ- Artikel „Zwei Heime, zwei Welten“ bestätigt, was ich oben schreibe.

Und er schildert den Umgang in einem Regensburger Pflegeheim mit einer tauben , sowie fast blinden Frau:

„Den Abstand von 1,50 Meter einzuhalten, fällt der Tochter besonders schwer, denn ihre Mutter ist sowohl taub als auch beinahe komplett blind.“

Als ich das las, glaubte ich, ich muss gleich speien. Auch eine Weise, Menschen umzubringen, oder ? Ich hatte als Berufsbetreuer einmal einen blinden und tauben Mann. Seine einzige Lebensfreude war die körperliche Berührung durch das Altenheim-Personal und eine Besucherin vom Hospizverein. Als er ins Krankenhaus musste und die Berührung nicht mehr bekam, ist er schnell gestorben ….

Zusammenfassung: Das Sterben der Alten ist politisch einkalkuliert

Es ist so, wie der Vorsitzende der Betriebskrankenkassen Knieps der Regierung vorwirft: “ Statt sich aber im Sommer sehr gezielt mit speziellen Präventionsprogrammen für die Risikogruppen auf den Herbst und Winter vorzubereiten, werden Lockdowns aneinandergereiht, die die Älteren nicht schützen. Ende 2020 waren 88 Prozent der Corona-Toten über 70 Jahre alt. Allein die Pflegeheimbewohner machen ein knappes Drittel aller Sterbefälle in Deutschland aus, obwohl sie nur ein Hundertstel der Bevölkerung stellen. Das liegt nicht an der Biologie des Erregers, sondern ist die Konsequenz gravierender politischer Fehlentscheidungen...

Wäre der Satz von Söder, ,,es geht um jedes Menschenleben“ ernst gemeint ,dann hätte schon längst folgendes passieren müssen:


1. Tägliche PCR-Schnelltests für Personal und Besucher auf Staatskosten
2. Umstellung der gemeinhin eher ungesunden Ernährung auf immunsystemstärkende Ernährung
3.Endlich Beseitigung des seit x-Jahren anhaltenden Pflegekräfte-Notstandes….

Undsoweiterundsofort ….

Faktisch dient daher das Leiden und Sterben der Alten nur als Erpresssungsmittel gegen die Menschen dieses Landes….Mit ihnen wird die staatliche Ausrufung der Pandemie aufrechterhalten

Meine Erfahrungen als Betreuer in Altenheimen: Grippewelle , na und ?

Ich kann mich noch gut an die letzten Jahre als Berufsbetreuer in Altenheimen erinnern: Selbst bei der heftigsten Gruppe-Welle im Altenheim – das war 2017/18 mit über 25000 Grippetoten vor allem in Heimen – musste weder ich noch das Personal irgendwelche Schutzmaßnahmen ergreifen. Das Altensterben durch die Grippewellen war offenbar Gottgegeben….

26.1.21

Autor: Otmar Spirk