Das Altenheim-Sterben im Landkreis Regensburg : Will keiner wissen, warum ???

Seit Dezember ist die Zahl der an Corona gestorbenen Altenheimbewohner im Landkreis Regensburg drastisch gestiegen:

Von März bis 21. November 2020 waren 21 Menschen im Landkreis gestorben. Am 14.2.2021 waren es bereits 122 Menschen . Also 101 Tote mehr binnen 12 Wochen .

Und die große? Mehrzahl davon waren vermutlich : Bewohner von Landkreis-Altenheimen.

Was war und ist da los im Landkreis ? Wo und warum genau mussten so viele Menschen in Altenheimen sterben ?

Als erstes suche ich auf der Dashboard- Seite des Landkreises eine Antwort . Ich finde dazu: Nichts !

Was ich finde , sind die gut aufgeschlüsselten Statistiken angeblicher „Infektionszahlen“ im Landkreis . Das sind aber keine Zahlen tatsächlich an Corona Erkrankter , sondern nur die corona-positiv-Testergebnisse des PCR-Tests.

Immerhin lese ich: Der Landkreis hat etwa 197000 Einwohner.

Auf der website des staatlichen RKI/LGL erfahre ich immerhin, dass die Zahl der Corona-Todesfälle im Landkreis Regensburg seit März bis 14.2.2021 122 beträgt.

Aber eine Aufschlüsselung nach Sterbeort ? Fehlanzeige.

Wer stirbt wo warum ? Keiner weiß es ?

Auf Grund der Auswertung der Mittelbayerischen Zeitung im Zeitraum seit Ende November kann ich dann mühsam recherchieren, dass vermutlich die große? Mehrzahl der im Landkreis Gestorbenen Altenheim-Bewohner waren.

So finde ich allein 22 Verstorbene (!) in Folge eines „Corona-Ausbruchs“ im Altenheim Wörth a.D. vermerkt; weitere 18 Verstorbene (!) finde ich in einem einzigen Satz für ein Lappersdorfer Altenheim vermerkt….Dann hat es größere „Corona-Ausbrüche“ in einem Bad Abbacher Altenheim gegeben, lese ich in der MZ unter der Überschrift „Corona überfällt Altenheim“ , sowie in einem weiteren Heim, wobei keine Sterbezahlen angegeben werden…

Aber warum haben die groß verkündeten „Hygiene-Konzepte“ der Heime die alten Menschen nicht gerettet ?

Mich würde da interessieren:

Hallo Staatsregierung !

Bei jedem Altenheim sind die „Hygienekonzepte“ verschieden. Warum gibt es da keinen verbindlichen „Mindeststandard“ zum Schutz der alten Menschen?

Waren die verschiedenen Hygienekonzepte etwas genauso lasch wie in den von mir bereits „ausgekundschafteten“ Heimen , über die ich bereits hier berichtete?

Meine Fragen also zu den Hygiene-Konzepten:

1.Wurden vor allem Personal und Besucher täglich getestet?

Sehr wahrscheinlich nein. Zu teuer, zu wenig Personal, oder ?.

2.Haben Personal und Besucher durchgehend die ffp 2-Maske getragen ?

Bei dem üblichen Personalmangel und den langen Arbeitsschichten ist das i.d.R. nicht aushaltbar, oder ?.

3.Was wurde für eine immunsystem-stärkende Ernährung der alten Menschen getan ? Hat sich an dem ungesunden Essen, wie ich es als Berufsbetreuer aus den Altenheimen kenne, etwas geändert?

4.Was wurde getan, um den alten Menschen Lebensfreude zu schenken ?

Denn die mehr oder weniger Zwangs-Isolation schwächt die Lebensgeister .Sehr oft sind die restlichen Kontakte die letzte Freude -und verlorene Lebensfreude erhöht die Krankheitsanfälligkeit drastisch.

Das sind meine Laien-Fragen. Fachleute könnten hier noch ganz andere Fragen stellen!

Das zahlreiche Sterben kann nur zwei Ursachen gehabt haben:

Entweder: Die Hygienekonzepte waren ungenügend. Darüber finde ich: Nichts !

Oder die Gestorbenen waren ohnehin dem Tode sehr nah!

Ist vielleicht die Statistik zum Teil falsch ? Nach der offiziellen Zählweise von RKI/LGL wurden auch die nur „mit Covid 19“ oder auch nur corona-positiv-Getesteten als Corona-Tote gezählt. Sind also wirklich alle an Covid 19 gestorben ?

Warum wurde/wird das nicht untersucht ?

Aber: Die Gründe interessieren scheints niemand, bzw. niemand will sie an die Öffentlichkeit bringen.

Dabei geht es hier um den angeblichen Kernbereich der „Corona-Maßnahmen“: Der Schutz der Alten.

Wo es doch angeblich „um jedes Menschenleben“ (Söder) geht – wenn auch erst seit Corona. Denn bei früheren heftigen Influenza-Wellen ( 2017/18: über 25000 Tote laut RKI) hat das Altensterben die Politik auch nicht interessiert. 11 Monate seit Corona – und noch immer kein Schutzkonzept in den Altenheimen, das effizient ist !

Da ist was grundfaul im Staate Deutschland !

Und das Aufklärungsbedürfnis der Regensburger Medien ? Wo bleibt es !

Ich lese die Mittelbayerische , ich blättere durch den Blog regensburg digital, und finde:

Keine Fragen, keine Antworten zu den Toten in den Altenheimen . Oder habe ich da etwas überlesen?

Aber ich verstehe: Wer will schon eine Politik kritisieren, hinter der diese Medien seit 11 üblen Monaten im wesentlichen kritiklos stehen.

14.2.21

Autor: Otmar Spirk