CDU-Vorsitzender Laschet: Wir haben die Grenzwerte erfunden! sowie: Eine Abrechnung von Prof. Schrappe

Der neue CDU-Vorsitzende Armin Laschet, auch Ministerpräsident in NRW , hat soeben ein paar Wahrheiten ausgesprochen, wie der WDR berichtet:

„…aber man kann nicht immer neue Grenzwerte erfinden, um zu verhindern, dass Leben wieder stattfindet. Das wird die Debatte sein, die die nächsten Wochen bestimmt...Wir können unser ganzes Leben nicht nur an Inzidenzwerten abmessen.“ Man müsse all die anderen Schäden etwa für die Gesellschaft, die Wirtschaft und die Kultur genauso im Blick haben…„Populär ist glaube ich immer noch die Haltung, alles verbieten, streng sein, die Bürger behandeln wie unmündige Kinder.“ Das trage aber nicht auf Dauer, sagte Laschet.“

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Da merkt also einer der verantwortlichen Oberpolitiker, dass das Behandeln der Bürger als unmündige Kinder nicht mehr funktioniert. Und da er an der Macht bleiben möchte – in NRW sind bald Landtagswahlen – dreht er sein Fähnchen im Wind. Ich bin gespannt !

Wie sinnlos und schädlich die auf rein fiktiven „Inzidenzwerten“ (Zahl der corona-positiv-Getesteten pro 100000 Einwohner) beruhende Politik ist, sagen regierungsunabhängige Wissenschaftler:

Die Inzidenz-Lüge und der fortgesetzt unterlassene Schutz der Riskogruppen

Um den Kölner Medizin-Professor Mathias Schrappe hat sich eine Plattform namens „CoronaStrategie “ von hochkarätigen Wissenschaftlern versammelt, die nicht mehr zum Verrat der Politik an den Menschen schweigen. Prof. Schrappe, vormals stellvertr. Vorsitzender des Sachverständigenrats Gesundheit der Bundesregierung sagt zu Focus online:

Über die „angepeilten Inzidenzwerte“ 50 bzw. als nächstes 35 sagt Prof. Schrappe:

„Der Begriff Inzidenz ist schon unzulässig und falsch. Die Melderaten, die sehr unzuverlässig sind, werden da einfach hochgerechnet. Wenn sie viel testen, sind die Zahlen hoch, testen sie wenig, sind sie niedrig. Es ist ein Skandal, dass mit diesen Zahlen gesteuert werden soll.

Sehen Sie, die Sterblichkeit der alten Leute nimmt relativ und absolut weiter zu. Und jetzt werden solche Ziele gesetzt und mit einem Instrument gearbeitet, das dagegen gar nicht hilft. Dabei wette ich, dass, wenn die 50 oder 35 erreicht sind, man sich etwas Neues ausdenken wird. Es ist eine haltlose, hoffnungslose und sinnlose Strategie, die da gefahren wird.

Über den unterlassenen Schutz der Risikogruppen:

„Für die Alten- und Pflegeheime haben wir schon im April letzten Jahres eine Schnellteststrategie gefordert. Es hat zehn Monate gedauert, bis sich da etwas bewegt hat. Bis dahin waren dort schon 20.000 Menschen gestorben.

Außerhalb der Pflegeheime ist es natürlich schwieriger. Aber da müssen die Kommunen, die Gesundheitsämter aktiv werden. Sie sollten weniger einzelne Treffen nachverfolgen, sondern rausgehen und schauen, wie es den alten Leuten geht, ob sie gut versorgt sind, irgendwelche Botengänge brauchen, eine Taxifahrt zum Arzt. Da könnte man die Bundeswehr einsetzen oder Studenten…“

Prof. Schrappes Fazit:

„Die politische Führung verbreitet keine Botschaft, die eine Aufbruchsstimmung erzeugen kann. Nur Angst. Und das seit einem Jahr. Die ganze Gesellschaft ist in einem passiven Schockzustand….Der Lockdown geht an den Bedürfnissen derer, die dadurch geschützt werden sollen, vorbei.

Über die Impfung und die angeblich gefährlicheren Mutationen des Corona-Virus :

„Die Bedrohlichkeit der Mutationen ist ja nichts weiter als Propaganda. Die Studien geben es nicht her. Man muss das natürlich weiter beobachten. Aber es sieht eher danach aus, dass dort, wo starke Mutationen sind, die Zahlen runter gehen. Viren verändern sich sowieso immer. Und auch die angeblich so ansteckende britische Variante hat sich bisher in der Praxis nicht zu einem großen Problem entwickelt

Uns wäre es lieber, die Impfung würde durch ein nicht-medikamentöses Präventionskonzept für die alten Menschen flankiert.

Über den „NoCovid“-Ansatz der Senkung auf Inzidenz 10 pro 100000

„Da sind Leute federführend, die Infektionen nur im Labor beobachten. Und wie soll das funktionieren mit grünen Landkreisen, in denen man sich wegen niedriger Inzidenz frei bewegen kann, die man auch verlassen darf, und roten Landkreisen daneben, aus denen niemand wegen der höheren Inzidenz raus darf. Müsste man die roten dann abriegeln, militärisch bewachen? Wie soll denn das gehen?“

9.2.21

Autor: Otmar Spirk