Angst und Wut im Kontext Corona (12): „Die Kinder werden immer maschinenähnlicher !“

Der bekannte Neurobiologe Prof. Gerald Hüther (Wikipedia) hat sich lange zurückgehalten. Inzwischen tritt er offen gegen die Lockdown-Politik auf, so hier im aktuellen Interview auf KAISERTV zum Thema „Lieblosigkeit macht krank „ (75 Min., aber dank der liebvollen Stimme von Hüther ok).

Hier ein paar Eckpunkte von Prof. Hüthers Aussagen:

Nach einem Jahr Unterdrückung ihrer Lebendigkeit ähneln die Kinder immer mehr digitalen Geräten. Die funktionieren einfach nur und haben keine Bedürfnisse. Die Kinder sind brav, sie wollen es den Erwachsenen recht machen. Der Preis des brav seins: Um die ansonsten unerträgliche Unterdrückung ihres Bedürfnis nach Lebendigkeit, nach spielen, zusammen sein mit anderen Kindern nicht mehr zu spüren, bilden sich bleibende neuronale Vernetzungen im Gehirn . Diese über die Bedürfnisse gelegten Vernetzungen bewirken, dass die Kinder diese Bedürfnisse gar nicht mehr fühlen! Das entscheidende Merkmal des Menschseins ist aber unser lebendig sein. 1 Jahr Unterdrückung des lebendig seins bei Kindern wirkt in deren Gehirnen so wie 10 Jahre bei Erwachsenen…

Was bedeutet die sinngemäße Aussage von Kanzlerin Merkel , Kultur sei nicht systemrelevant ?

Die Kneipen, die kleinen Künstler , die kaputt gehen, sie haben einen wesentlichen Beitrag zu unserem lebendig sein geleistet. Sie waren der Ort , mal selber lebendig zu sein oder das Vorbild, das uns zum selber lebendig sein animiert hat. Anstatt nur im Alltag zu funktionieren. Sie sind also eigentlich unverzichtbar für unser lebendig sein….

Wir sollten uns immer wieder fragen: Was ist der Sinn des Lebens ? Überleben oder lebendig sein !? Wie schaffe ich es gleichwohl, lebendig zu bleiben ? Und das lebendig sein und den Eigensinn der Kinder zu fördern ? Wie werde ich zum Gestalter meines Lebens ? Was brauche ich dafür ? Dann sind wir nicht mehr so leicht in Angst und Schrecken zu versetzen !

21.2.21

Autor: Otmar Spirk

NACHTRAG: Eine Leserin schreibt mir, worin ich den Sinn des Lebens sehen würde ?

Nachdem ich mir diverse Richtungen, sei es purer Materialismus/Hedonismus über politische und religiöse Ideologien bis hin zu spirituellen Wegen ernsthaft angeschaut habe, ist bei mir übrig geblieben:

Der Sinn meines Lebens besteht darin, so lebendig als möglich zu sein. Und im lebendig-sein (was alles einschliesst) finde ich Sinn.