Perspektivlos: Warum ich nicht mehr mit den fridays for future unterwegs bin…CONTRA

Vorletztes Jahr habe ich noch gerne mit den fridays mitdemonstriert.

Inzwischen halte ich diese Bewegung für gescheitert. Warum ?

Ich halte sie für inhaltsleer, perspektivlos, blind gegenüber den Ursachen des Umweltzerstörung…und tendenziell demokratiefeindlich . Im einzelnen:

Der Aufruf der fridays for future Regensburg ( der nahezu identisch mit dem bundesweiten Aufruf ist) zur „Globalen 7. Klimademo“ hat wenig Inhalt:
Für 1,5 Grad (Begrenzung der stattfindenden Klimaerhitzung) und gegen die Kohleverbrennung, lese ich. Und enttäuscht sind sie von den leeren Versprechungen der Politik. Aha.

Der aktuelle Aufruf ist noch inhaltsleerer als der Aufruf zum „6. Klimastreik“ war, zu dem ich hier bereits meine Meinung mitgeteilt habe
Weiter werden Ross und Reiter der Umweltzerstörung und der daraus folgenden Klimaerhitzung nicht genannt : Eine rein auf Profit zielende Wirtschaftsweise .

Ja, mit der Wahrheit, da würde man die herrschende Politik, die Wirtschaft und die Massenmedien verschrecken. So aber findet inzwischen sogar die Mittelbayerische die fridays richtig nett – und es passiert: Nichts wirklich.

Umweltzerstörung : Klimaerhitzung und Virenepidemien haben dieselbe Wurzel
Die Klimaerhitzung hat dieselbe Wurzel wie Corona , nämlich die Umweltzerstörung. Konkret die Ausplünderung bis Zerstörung der Ökosysteme, wie hier vom Biodiversitätsrat geschildert. Das sieht sogar die Bundesumweltministerium Svenja Schulze in ihrem Vortrag über „Biodiversität und Pandemie“ so . Schulze sagte zuletzt laut MZ vom 23.21 zum Thema Pandemie: „Wir können nur dann gesund sein, wenn auch die Tiere und die Umwelt insgesamt gesund sind.“

Die fridays wollen dieselbe Wurzel von Klimaerhitzung und Pandemien nach wie vor nicht bemerken.

Im Gegenteil. Stattdessen betont der fridays-Aufruf , coronapolitik-konform zu sein. Im Aufruf der Regensburger fridays heisst es dazu :

“ Weil sich die ForFuture-Bewegung an die Erkenntnisse der Wissenschaft hält, ist ihr extrem wichtig, unter strenger Einhaltung der Corona-Regeln die Gesundheit aller Demonstrierenden zu schützen.“

Mein Fazit:
Diese Bewegung nehme ich nicht mehr ernst.

Sie ist für mich Selbstbetrug nach dem Motto „Jetzt haben wir mal wieder was für den Planeten getan ! Gemeiner Weise passiert trotzdem nicht das Notwendige !!!“

Bald „fridays for ökodiktatur ?

Mein Bild ist : Sobald sich die Folgen der profitorientierten Wirtschaftsweise, auch Kapitalismus genannt, weiter zuspitzen – und das tun sie unverändert- traue ich den coronapolitik-konformen fridays durchaus zu , dass sie für eine Ökodiktatur plädieren. Denn es finden sich sicherlich genug „Wissenschaftler“ in Staats- und Wirtschaftsdiensten, die dann genauso wie jetzt eine „Gesundheits-Diktatur“ halt dann eine „Öko-Diktatur“ zwecks Rettung des Planeten für notwendig halten. Und wenn „die Wissenschaft“ es sagt, dann ist es halt „extrem wichtig“, das zu machen, oder ? Der Planet wird dann auf dieselbe Weise gerettet, wie wir derzeit bereits vor dem Corona-Virus nicht „gerettet“ werden: Menschenverachtend.

20.3.21

Autor: Otmar Spirk