7. Klimademo in Regensburg: Unterwegs mit den fridays for future…PRO

ein Gastbeitrag von Umweltfreundin

Wir waren am 19. März ab 15.30 h als Fahrraddemo unterwegs. Die Stimmung war dabei eher verhalten, was sicher nicht nur am wechselhaften Wetter lag. Die Gruppe, die vom VCD Regensburg angeführt und informiert wurde, war jedenfalls trotz jugendlichen Alters ziemlich ernsthaft drauf. Wir bekamen Informationen zur Verbesserung des Radverkehrs in der Stadt und am Grieser Spitz. Die nächste Gruppe, der ich mich anschloss, wurde von den „Omas for future“ organisiert, die auch die Demo insgesamt angemeldet hatten. Hier fand ich es leichter, mit den TeilnehmerInnen ins Gespräch zu kommen. Mit Polizeibegleitung fuhren wir unsere Touren Richtung Dultplatz ab. Der Verkehr stand kurzzeitig still.

Und immer wieder erreichte uns eine Mahnung der Organisatoren und der Polizei zum Abstand halten beim Radfahren (3 m!) und zum Maskentragen. Es war geradezu Glücksache, alte Bekannte wiederzuerkennen. Insgesamt hielten sich die Ordnungshüter allerdings zurück.

Am Dultplatz zogen sie sich in die Mannschaftsfahrzeuge zurück, statt wie bei dem Querdenker-Fest am Dultplatz zwischen den Menschen zu patrouillieren und Verstöße gegen die Maskenpflicht zu ahnden.

Abschlußkundgebung am Dultplatz

Schließlich kam am Dultplatz dann etwas vom alten Klimastreik-Feeling auf mit den bekannten Slogans „Kohle runter, Klima rauf“ und den entsprechenden Bewegungen. Etwas Musik sorgte zwischendurch für Auflockerung. Mit Bodenkreiden konnten wir den Platz gestalten – ich vermute: ein Slogan, der von oben mit einer Drohne aufgenommen wurde. Dadurch, dass wir auf dem Platz bleiben sollten, war kein Gesamteindruck zu gewinnen – auch das verhinderte weiteres Kennenlernen und Vernetzen.

Die RednerInnen von Transition, von Omas for future und andere erinnerten hauptsächlich an die Verantwortung der Einzelnen: beim Konsum, beim Radeln, durch Instandsetzung von Geräten statt dem Kauf neuer, usw. Vereinzelt wurde daran erinnert, dass der Staat in der Pflicht ist, den öffentlichen Nahverkehr, die Bahn und die Radwege zu fördern.

In diese Richtung sollte die Bewegung meiner Meinung nach auch weiter Druck ausüben. Es reicht eben nicht, wenn wir alle Veganer werden und in der solidarischen Landwirtschaft mitmischen. Der Gesetzgeber ist gefordert, die Klimakrise ernsthaft anzugehen, statt einen Eiertanz zwischen Industrieinteressen fortzusetzen, der die Kohle und anderen Unsinn von gestern subventioniert, statt konsequent erneuerbare Energien zu fördern.