OB Maltz-Schwarzfischer und Co.: Die Regensburg – Kaputtmacher. Eine Bilanz

Lieber LeserIn, Sie kennen vermutlich den bekannten Satz:

Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Schluss beides verlieren.*

So ist es auch in Regensburg : Keine Freiheit mehr, keine Sicherheit mehr. Lockdown ohne Ende.

Eine ganze Stadt in Geiselhaft genommen. Wofür ?

In Regensburg sind seit März 2020 bis heute – also binnen über 12 Monaten – nur 65 Menschen an Covid 19 ,oder auch nur mit , oder auch nur corona-positiv-getestet gestorben ((so die offizielle Zählweise des RKI/LGL) . Und das bei über 142000 Einwohnern !

Und die angeblich überfüllten Intensivstationen ? In der MZ online – Corona Newsblog vom 21.3.21 lese ich von 36 Personen, die in den Regensburger Krankenhäusern wegen/mit Covid 19 auf Intensiv liegen (bei 178 Intensivbetten) . Wie viele davon sind aus dem Landkreis ?
Ehrlich gesagt: Sollte es hier nach 1 Jahr Ausrufung der Pandemie immer noch einen Mangel an Intensivbetten und -Personal geben , dann sollten endlich die Verantwortlichen wegen vorsätzlicher Herbeiführung einer Notlage eingesperrt werden…

Warum würde es „eigentlich“ sehr gut in Regensburg ausschauen ?

Die Stadt hat eine relative junge Altersstruktur. Und: Es leben überdurchschnittlich viel gut situierte Menschen hier . Es gibt relativ wenige Menschen mit den schweren Vorerkrankungen , die eher für Arme typisch sind und anfällig für das Virus machen.

Seit Dezember 2020 bis Mitte März waren die sog. Inzidenzwerte (Zahl der Corona-positiv-Getesteter pro 100000 Einwohner) – mit kurzen Ausnahmen niedriger als die „Inzidenzwerte“ im Bundessdurchschnitt (MZ 23.2.21 „Zahlen sinken nur langsam“). Seit Ende Januar bis Anfang März krebste der Inzidenzwert irgendwo unter „Inzidenzwert 50“ . Nun passierte das zu erwartende :

Nach der Eröffnung der Kitas und Grundschulen vor zwei Wochen , verbunden mit einer großen Testerei, ist der Inzidenzwert rapide gestiegen . Logisch:

Die Höhe der „Inzidenzwerte“ ist in der Erkältungszeit von Herbst bis in den Frühling hinein völlig beliebig manipulierbar: Wird wenig getestet, ist die „Inzidenz“ „niedrig“ . Wird viel getestet, ist sie „hoch“.

Aber was ist tatsächlich passiert ?

Ich lese nichts von einem rapiden Ansteigen der Zahl tatsächlich an Covid 19 Erkrankter . Auch die Zahl der an oder mit Covid 19, oder auch nur corona-positiv Getesteten Verstorbenen in Regensburg ist bisher gleichbleibend .

Wie ich lese, ist oder war Regensburg die Großstadt in Bayern mit den niedrigsten Zahlen ernsthaft von Corona Betroffener…
Ich bin gebürtiger Regensburger. Ich „liebe“ diese Stadt: Und darum frage ich mich:

Warum hat die Stadtspitze die besonders gute Situation von Regensburg nicht für die möglichen Lockerungen genutzt ? Warum protestiert sie nicht gegen die Corona-Politik ?

Die Stadtspitze: Söders Befehlsempfänger, oder ?

Diese Stadtspitze plappert ständig nach, was die Staatsregierung vorsagt. Diese Stadtspitze hilft penetrant mit, Angst und Schrecken zu verbreiten.

Und sie hat sogar die möglichen Lockerungen blockiert.

Die Kreislauf-Rechtfertigung von OB Maltz-Schwarzfischer und Co. lautet immer gleich bei „niedrigen Inzidenzwerten“: Wir dürfen jetzt nicht ernsthaft lockern, sonst steigen die Inzidenzwerte wieder !!!

Bei „Inzidenz über 50“ , oder was auch immer hier an Höhe erfunden wird, lautet immer wieder die Rechtfertigung: Wir müssen den Lockdown weiter durchziehen, damit wir auf niedrige Werte kommen.

Mit dieser Kreislauf-Begründung kann man die Menschen lebenslang mehr oder weniger einsperren, und die Klein- und Mittelständler total ruinieren.

In meinem ganzen privaten wie beruflichen Bekanntenkreis von mehreren hundert Menschen jeden Alters sind seit März 2020 ganze zwei (!) so an Covid 19 erkrankt, dass sie überhaupt ins Krankenhaus mussten. Und zwar ohne Beatmungs-Notwendigkeit….

Die Stadtspitze ist mit-verantwortlich , dass die Menschen , die Demokratie , die Geschäftsleute und die lebendige Kultur dieser Stadt kaputt gehen

Sie machen die kleinen Geschäftsleute kaputt, die zunehmend dicht machen müssen. Ich lese von den schließenden Lokalen – mein Lieblingscafe, das Black Bean, hat jetzt auch aufgegeben.

Ich lese von Künstlern, die zu Hartz 4-Empfängern geworden sind…. Hier sind nicht nur viele kleine Selbständige und Gewerbetreibende in den Ruin getrieben worden, hier sind damit auch deren ganze Lebenswerke mit zerstört worden.

Und mit kaputt gegangen ist das lebendige Element in der Stadt-Kultur, das die Kleinkunst und lebendige Formen von Gastronomie befördert haben.

Die Geiselhaft der Kinder und Jugendlichen für die Ängste von Erwachsenen

Und was tut die Stadtspitze zum Beispiel den Jugendlichen an, die zu hunderten wegen angeblicher „Corona-Partys“ im Freien verfolgt und bestraft wurden und werden ? Die Stadt rühmt sich in der Mittelbayerischen immer wieder ob der vielen verhängten Bußgeldbescheide wegen „Kontaktverbot“ und „Feierverbot“.

Die Jugendlichen tun hier etwas für ihre körperliche und psychische Gesundheit, da das Virusübertragungsrisiko im Freien gegen Null geht, wie schon lange erforscht ist. Sie werden von der Angst von Erwachsenen in Geiselhaft genommen und geschädigt

In der MZ 1.3..21 wird unter der Überschrift „Eine Psychotherapeutin schlägt Alarm“ eine Regensburger Kinder-und Jugendpsychotherapeutin zitiert: : „Die psychischen Auffälligkeiten steigen immens in ihrer Häufigkeit und Intensität…Ich habe in meiner langjährigen Praxis noch nie erlebt, dass es innerhalb weniger Wochen gleich drei massive Suizid-Versuche von Jugendlichen gab.“

Über Vierundzwanzigtausend (!) Menschen wurden in Stadt und Landkreis seit März letzten Jahres in Quarantäne geschickt (Stand Februar )! Die meisten nicht etwa , weil sie tatsächlich an Covid 19 erkrankt waren, sondern einfach „sicherheitshalber“, weil sie oder irgendwer in ihrer Nähe corona-positiv-getestet wurde.

Weitere Folge-Schäden der Corona-Politik kann man schon an den Zeitungs-Schlagzeilen ablesen:

Die MZ-Schlagzeile über den Haushalt der Stadt Regensburg vom 17.3.21 sagt auch schon alles aus: “ Stadt fehlen Hunderte Millionen Euro“.

In der MZ vom 20.1.21 lese ich die Überschrift : „Oberpfalz verliert weitere 2500 Stellen“.

Stadtspitze: Dauerblockade jeder wesentlichen Lockerung

Nach den jeweils geltenden Corona-Verordnung des Freistaats hätte die Stadt ein paar mal wichtige Erleichterungen anordnen können.

Und niemand hat sie zum Beispiel gezwungen, dass vom Gericht für ganz Bayern aufgehobene Alkoholverbot im Freien durch eine sog. städtische Allgemeinverfügung wieder in Kraft zu setzen.

Was hat die Stadtspitze gemacht? Das Wurstsemmelessen oder Kaffee-to-go-Trinken in der Altstadt im Stehenbleiben erlaubt !

Erst nachdem die Mittelbayerische ein Umfrage-Ergebnis vorlegte, wonach von 1100 Befragten 60 Prozent die Abschaffung der Maskenzwangs in der Altstadt fordern ( MZ 13.2.21 „Mehrheit für Ende der Maskenpflicht“), hat die Stadt scheinheilig bei der Regierung der Oberpfalz das sogenannte „Einvernehmen zur Aufhebung der Maskenpflicht“ beantragt.

Und nachdem die Regierung das „Einvernehmen“ verweigert hat, hat OB Maltz-Schwarzfischer nicht etwa sofort beim Verwaltungsgericht die übliche Klage auf gerichtliche Feststellung des Einvernehmens erhoben. Oh nein.

Stattdessen hat OB Maltz-Schwarzfischer der MZ gesagt: „…es ist völlig klar, dass Sicherheit Vorrang hat .“

Der Maskenzwang-Aufhebungsantrag war also eine Show für das dumme Volk .

Die Stadtspitze verspricht ständig „Sicherheit“ um den Preis unserer Grundrechte, und derweil werden Menschen und Stadt immer kaputter.

Widerstand im Stadtrat?

Immerhin, der SPD-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat Dr. Thomas Burger sagte daraufhin (MZ 28.1.21 „Stadt: Keine Klage gegen Maskenpflicht“) :

„Ich kenne niemanden, mehr , der die sich ständig ändernden und sich oft widersprechenden Regelungen noch nachvollziehen kann.“ In der Region habe man „ein aktuelles Beispiel wie sehr die aktuelle Situation mehr an an eine Bananenrepublik erinnert als an einen verantwortungsvollen Umgang mit einer Krise unglaublichen Ausmaßes.“ Seine Schlussfolgerung : „Deshalb bin auch ich inzwischen der Meinung, dass eine Klage in solchen Fällen sinnvoll ist.“

Und sonst? Kathrin Fuchshuber, CSU-Stadträtin und als Hotelbesitzerin selbst betroffen hat jetzt ein paar Poilitiker herumgeführt, damit sie sehen, wie gut die Hygieneregeln in diesem Bereich sind. Sie sagte, man müsse doch auch die Relation zwischen Infiziertenzahl und Gesamtbevölkerungszahl berücksichtigen. Und man müsse auch berücksichtigen, wie groß die Belegungszahl bei den Intensiv-Betten sei. (MZ 15.3.21)

Das wars von den „Volksvertretern“ der grauen Koalition.
Und was tun die Oppositionsparteien im Stadtrat gegen diese zerstörerische Politik?

Einzig von der Stadträtin Irmgard Freihoffer lese ich, dass sie im Stadtrat ein Votum für die Einstellung der Verfolgung der Jugendlichen im Freien beantragt hat: Das Kontaktverbot sei für die Jugend auf Dauer unzumutbar , zumal im Freien ohnehin das Virenrisiko gegen Null gehe.

Die Grünen sind selber Ober-Angstmacher, wie ich wiederholt – z. B. MZ vom 23.10.20 „Grüne: Masken auch auf im Stadtrat!“ – lese.

Bei der angeblichen Corona-Politik-Gegnerin AfD finde ich auf facebook beim Kreisverband Regensburg null Aussagen gegen die Corona-Politik.

Intelligenz sehe ich immerhin im Landkreis bei der Regensburger Landrätin Tanja Schweiger. Unter unter der MZ-Überschrift „Schweiger: Inzidenz ist kein Maßstab“ (3.3.21) sagte sie :

„Das ist ein Richtwert, aber er kann nicht allein ausschlaggebend sein sein. Für mich ist entscheidend , wie wir mit der Situation zurecht kommen zurecht kommen und wie es in den Krankenhäusern aussieht

Die Corona-Testergebnisse: Nichts aussagend, ob jemand tatsächlich erkrankt oder infektiös ist

Und weshalb die ganze Angst-Mache ?

Die „Inzidenzwerte“ sind nichtssagend , da weder ein positiver PCR- noch der Antigentest per se eine Aussage treffen, dass jemand genug „Virenlast“ in sich trägt, um überhaupt infektiös für andere sein zu können. Noch ergibt sich aus einem Corona-positiv-Test, ob jemand tatsächlich an Covid 19 erkrankt ist. Erst ab einem bestimmten Schwellenwert (Ct-Wert) besteht überhaupt ein tatsächliches Risiko, dass…

Das steht sogar auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts . Man muß halt wenigstens lesen wollen…

Das gemeine Volk halte den Mund , oder ?

Welches Demokratieverständnis hat diese Stadtspitze ? Ein reaktionäres. Nämlich so, wie es OB Maltz-Schwarzfischer bereits anläßlich des großen Querdenker- Dultplatz-Protests zur MZ sagte: „Für mich ist der Platz für diese Diskussion im Parlament.“

Wann gehen die Betroffenen für ihre Rechte auf die Straße und stoppen die Zerstörung ihrer Stadt, da die Stadtspitze so weitermachen will ? Wie kaputt müssen die Bürger und die Stadt noch werden, bis der Selbsterhaltungstrieb größer wird als die Angst ?

*das sagte Benjamin Franklin, einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten

20.3.21

Autor: Otmar Spirk

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