Zur Verfolgung von Jugendlichen. Ein weiterer Leserbrief: „Ich habe Albträume…“

Eine weitere Jugendliche hat mir geschrieben, wie die Verfolgung durch die Polizei im Donaupark beim Westbad sie traumatisiert:


„Ich habe regelmäßig Albträume, in denen ich vor der Polizei wegrenne, weil ich das ja auch öfters schon musste.

wir werden behandelt wie Schwerstverbrecher, vor allem wenn sie uns fangen und ausfragen. wir sind Teenager, die es (vor allem mental) nicht aushalten, sich ein ganzes Jahr einzusperren.

wir passen schon auf, aber ganz ohne freunde halt ich’s halt einfach nicht aus. ich weiß, dass das, was wir tun, also uns treffen, illegal ist. aber ich habe kein schlechtes gewissen dabei, wenn der park platzt vor anderen leuten, die das selbe tun, die aber halt ein anderes alter haben und damit nicht die zielgruppe der polizei sind.

mittlerweile komm ich nur noch tagsüber, wenn mir gesagt wird, dass viel los ist, weil dann bekommen wir ja keinen ärger.“

Anmerkung:

Hier werden gesunde Jugendliche in Geiselhaft genommen und durch Polizei-Verfolgung traumatisiert , weil Erwachsene sich ihre Ängste nicht anschauen wollen.

Und das, obwohl längst erforscht ist, dass das Corona-Übertragungsrisiko im Freien 10 bis 19 mal geringer ist als in geschlossenen Räumen – also gegen Null geht, ich wiederhole meinen Hinweis auf diese Metastudie.

22.3.21

Autor: Otmar Spirk