Jörg Brunschweigers Habt-Mut !-Kundgebungen am Regensburger Haidplatz

Begonnen hat Jörg Brunschweiger vor ein par Monaten mit Solo-Kundgebungen: Er, sein Megafon, und mit eingezogenem Kopf vorbeilaufende vermummte Passanten.

Ob das was wird, fragte ich mich ? Gestern waren es nun schon gut 60 Teilnehmer auf seiner Kundgebung „Aufruf zum Denken und gegen die Maskenpflicht !“ am Haidplatz .

Auf meine Nachfrage, was ihm am wichtigsten ist, antwortet mir Brunschweiger:

„Das wichtigste, was ich meinen Zuhörern vermitteln möchte : Nicht den Mut verlieren. Es gibt keinen Grund Angst zu haben ! Wir sollten weiterhin den friedlichen Weg der Demonstrationsteilnahme wählen, egal wie wütend wir sind.

Unser Lachen, Tanzen und Singen wird viel bewirken: Neben politischen Aktionen und Aufklärungsarbeit im persönlichen Umfeld ist es wichtig, den Mitbürgern zu zeigen, dass es einen nicht umbringt, wenn man lachend an die frische Luft geht und dabei versehentlich einem anderen etwas näher kommt, als es Herr Söder erlaubt.
 In zwei Wochen werde ich wieder auf die Straße gehen, um auf die psychischen und durchaus auch physischen Gefahren des Maskentragens hinzuweisen. Das bleibt mein Hauptthema, da die Maske auch das sichtbarste Zeichen der Maßnahmen bleiben wird, unabhängig davon, ob man geimpft ist, einen negativen Schnelltest hat oder 5 Meter Abstand zum Nachbarn einhält.“

Die Schnell-Tests: Nur noch gut, um die „Inzidenzwerte“ hochzutreiben

Jörg Brunschweiger, der auch Gymnasiallehrer ist, meint weiter:

Wichtig finde er die Aufklärung über die Folgen der Schnelltest-Pflicht für Schüler , und dass die Lehrer dagegen remonstrieren (sog. Remonstration – Beschwerderecht für Beamte, wonach eine angeordnete Maßnahme rechtswidrig sei) . Denn: Lehrer seien kein medizinisch geschultes Personal, und daher auch gar nicht befugt, medizinische Untersuchungen an SchülerInnen vorzunehmen, anzuweisen oder zu überwachen…
Was richte es in der Psyche eines Kindes an , das nach einem positiven Schnell-Test vom Lehrer vor der gesamten Klasse als vermutet gesundheits-gefährdendes Individuum entfernt werden muss ?

Und: Die große Anzahl der geplanten Schnelltests – mit der Folge horrender Zahlen falsch-positiver Testergebnisse – werde die sog. Inzidenz-Werte um ein Vielfaches erhöhen . Ohne dass sich die tatsächliche Gefährdungslage in irgendeiner Weise geändert hätte…

Die Anzahl der PCR-Tests und der Anteil der dabei positiv-Getesteten hätten im Falle einer ernsthaften Testung auf die Menge der Viruslast hin wenigstens eine beschränkte Aussagekraft. Falls dabei eine bestimmte große Menge Virenlast gemessen werde, sei der Betroffene tatsächlich eventuell infektiös oder selber erkrankungsgefährdet . Allerdings würde derzeit in der Regel nur getestet, ob überhaupt ein Corona-Genomschnipsel vorliege, aber nicht die Menge der Viruslast…

Diese bei ernsthaften PCR-Tests mit Messung der Viruslast mögliche Erkenntnis werde durch die Schnelltests vernichtet. Denn niemand könne dann mehr aus den sogen. Inzidenzen oder aus der Anzahl der positiven Tests eine Aussage zum tatsächlichen Infektionsgeschehen ableiten – also der Zahl tatsächlich an Covid 19-Erkrankter in Relation zur Gesamt-Bevölkerungszahl . Das sei mathematisch schlicht unmöglich.
Das einzige, was dieses Vorgehen bringen werde, sei eine starke Erhöhung der sogen. Inzidenzwerte. Was dann von der Politik genutzt werden könne, um weitere Grundrechtseinschränkungen zu „begründen“…

Brunschweigers nächste Kundgebung ist für Samstag 24. April um 14.30 auf dem Haidplatz geplant. Er ruft auf, auch Musikinstrumente mitzubringen…

11.4.21

Autor: Otmar Spirk