Angst und Wut im Kontext Corona (13): Corona spaltet nicht, sondern beleuchtet ! Eine Chance, verbundene Menschen kennen zu lernen

Von der Traumatherapeutin Ina Landauer fand ich den hier verlinkten Beitrag „Nähe, Distanz und Spaltung“ über die „Corona-Gesellschaft“.

Hier ein paar Auszüge, die mich besonders angesprochen haben:

Die sogenannte „Pandemie“ hat eine sehr kranke Gesellschaft sichtbar gemacht und aus dieser Situation, werden wir auch nicht so einfach heraus kommen. Denn nicht Corona spaltet, sondern Corona beleuchtet und macht damit eine bereits seit langem bestehende Situation sichtbar...

Die Spaltung findet in einzelnen Menschen statt und das bedeutet, dass sie von ihrem emotionalen Teil, ihrem Wesenskern, ihrem Inneren Kind abgeschnitten sind. Sie spüren sich nicht und haben somit keinen funktionierenden inneren Kompass mehr. Diesen bräuchten sie aber, damit sie überhaupt eigene Entscheidungen treffen könnten.

Vereinfacht kann man sagen, dass wenn dieser Kompass in einem Menschen inaktiv ist, haben wir es nicht mit einem Erwachsenen zu tun.

Emotional gesehen sind sie nicht erwachsen geworden und somit immer auf „äussere Eltern“ angewiesen. Haben sie ein solches „Elternteil“ gefunden, in ihrem Partner / ihrer Partnerin, ihrem Chef / ihrer Chefin, ihrer Regierung, etc., lassen sie sich bereitwillig „fernsteuern“ und verteidigen sogar, wie ein Kind, die Täter (Eltern)…

Zusammenfassend kann man also festhalten, dass wir es mit wütenden, verängstigten Kindern zu tun haben – in ausgewachsenen Hüllen!

Eine wirkliche Chance sehe ich darin, dass wir jetzt durch die „Sichtbarkeit“ die verbundenen, herzlichen Menschen kennenlernen können, die Hoffnung und Liebe ausstrahlen. Nun kann zusammen kommen, was zusammen gehört und gemeinsam können wir beginnen eine Welt zu gestalten, die wir uns wünschen.

11.7.21