Warum ich der Erzählung von der höchstpersönlichen Verantwortung für meinen „ökologischen Fußabdruck“ nicht mehr glaube !

Diese politische Fixierung auf die Verringerung von CO 2 -Emissionen wird mir langsam unheimlich . Ich hab’s eher mit dem Widerstand gegen die ganze Umweltzerstörung – ob mit oder ohne CO 2-Ausstoß.

Den hier verlinkten Artikel aus dem Magazin telepolis finde ich sehr lesenswert. Unter der Überschrift :

„CO 2 Fußabdruck: Wie ein PR-Trick von den Machern des Klimawandels ablenkt“

wird die Frage fundiert untersucht::

Sind nicht „wir alle“ mit unserem grenzenlosen Konsum schuld an der Klimakatastrophe? Müssen wir nicht deshalb bei uns selbst anfangen, unseren „Fußabdruck“ verringern?

Der Beitrag untersucht die einzelnen Bereiche, in denen der Bürger es angeblich mit in der Hand hat ( Stichwort „Verbrauchermacht“) , etwas zur Reduzierung des CO 2-Ausstosses und für ein lebensfreundliches Wirtschaften beizutragen.

Er kommt zu dem Ergebnis:

Der persönliche CO2-Fußabdruck wirft die ohnmächtigen Empfänger von klimaschädlichen Waren und Dienstleistungen in einen Topf mit deren Herstellern – und mit denen, die diese klimaschädliche Art der Herstellung sowohl grundsätzlich erlauben als auch ihr Grenzen setzen, den staatlichen Instanzen.

Für das Kapital und den Staat ist diese Gleichsetzung sicher nützlich. Sie schürt zwei Ideologien: Zum einen die Behauptung, der Wirtschaft ginge es um die möglichst optimale Versorgung des Volks mit Lebensmitteln, wozu auch deren Klimaverträglichkeit gehöre. Zum anderen die Vorstellung, dass der Staat nichts mehr im Sinn hat, als die Bevölkerung vor dem Klimawandel zu schützen.

31.7.21