Regensburg: Die Ausschlußdemokraten – echte Diskussion aller Bundestagskandidaten unerwünscht

Die Initiative mit dem irreführenden Namen „Bayern bleibt bunt“ lud vor kurzem zur Befragung der Regensburger Direktkandidaten für den Bundestag vor das Museum der bayerischen Geschichte.

Eingeladen wurden allerdings nur 7 der 13 Direktkandidaten. Es kamen etwa 60 Interessierte. Die „Befragung“ war dann auch so zahnlos und konfliktlos, wie bereits der Name verrät.

Nicht eingeladen wurden die Parteien, mit denen vielleicht wirklich die Fetzen geflogen wären : Die AfD, Die Partei und dieBasis.

Für diese Forderung hebt dieBasis-Direktkandidat Brunschweiger gerne den Finger

Die Partei und DieBasis haben zum Beispiel deutlich mehr Mitglieder als die eingeladene ÖDP.

Dennoch ließen es sich die Direktkandidaten von Die Partei und dieBasis nicht nehmen, vor Ort aufzuschlagen. Mitglieder von Die Partei tranken ihr Bier direkt vor dem Alkoholverbotsschild der Stadt – eine Form von Protest, die ganz nach dem Geschmack des dieBasis-Kandidaten Brunschweiger war .

Jörg Brunschweiger beobachtete vor Ort, dass sich die eingeladenen Direktkandidaten oft nicht an die Hygienevorschriften hielten. Der CSU-Kandidat etwa stolzierte auch unmittelbar nach der Ansage der Veranstalter „Beim Wechsel der Plätze gilt Maskenpflicht !“ weiterhin ohne selbige herum.

Quot licet jovi, non licet bovi, sagten die alten Römer dazu. Der Unterschied zwischen „Elite“ und gemeinem Volk eben. In den anwesenden örtlichen Medien fand sich nichts zu diesem wurschtigen Umgang der „Elite“ mit den selber gemachten Vorschriften.

Die Schmuddelkinder von der AfD nicht einzuladen, ist zwar nachvollziehbar . Andererseits: Gerade wer gute Argumente hat, sollte derart reaktionär Denkende zur Diskussion stellen. Allerdings: Früher galten manche der AfD-feindlichen Parteien noch zu Recht als wenigstens Demokraten . Jetzt wäre eine Diskussion mit der AfD auch von daher spannend gewesen, da CSU/SPD/Grüne in Sachen Grundrechte-Einschränkung inzwischen immer öfter rechts von der AfD unterwegs sind.

Wie reaktionär ist die Regensburger AfD ? Angesichts ihrer Zustimmung zum Beschluß der grau(sam)en Stadtratskoalition auf nächtliches Betretungs- sowie Musikverbot für die Haupttreffpunkte der Jugend offenbar ziemlich reaktionär-spießig.

10.8.21

Autor: Redaktion leben und leben lassen