Prof. Meyen über den Verkauf der MZ: Von der „Mittelmäßigen Zeitung“ zur Mittelbayerischen Zeitungswüste

Ich gestehe, ich gehöre zu denen, die die Mittelbayerische Zeitung immer wieder als „die Mittelmäßige“ geschmäht haben. Und beim Zeitungsausleihen im Cafe habe ich immer gelästert, „maximal fünf Minuten, dann bin ich durch“.

Und es stimmt ja auch : Der allgemeine Teil der MZ ist nichts anderes als Regierungspropaganda, also überblättere ich ihn.

Aber im Stadt- und Landkreisteil: Immer wieder mal auch Perlen der Information oder fundierte Kritik an den Verhältnissen. Dafür danke ich diesen MZ-Schreibern !

Denn jetzt, nach dem Verkauf der MZ an die Verlagsgruppe Passau, befürchte ich das Allerschlimmste:

Mittelbayerischer Einheitsbrei mit wenig lokalen/regionalen Nachrichten.

Man könnte auch sagen: Und wieder stirbt die Meinungsfreiheit in diesem Land ein Stück mehr.

Das sieht auch Michael Meyen, Professor für Kommunikationswissenschaft an der LMU München in seiner kritischen Auseinandersetzung mit dem MZ-Verkauf unter der Überschrift „Der verarmte Diskurs“ so.

Bin ich mit meinem Freizeit-Blog bald der einzige, der eine kritische Berichterstattung im Raum Regensburg betreibt ?

Wenn es hier noch andere Blogs oder einzelne Menschen mit diesem Anspruch gibt: Meldet Euch bei mir ! Laßt uns zusammen arbeiten, damit die kritische Berichterstattung vor Ort nicht völlig untergeht !

24.8.21

Autor: Otmar Spirk