Liebe Sprachvergewaltiger*Innen ! Super, nun wird also auch an Regensburgs Schulen gegendert…

Unter der Überschrift “ Gender-Form zieht in Unterricht ein“ (Mittelbayerische Zeitung 6.9.2021) „betont“ die stellvertretende Vorsitzende des Regensburger Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnen-Verbands (BLLV) Brigitte Eisenhut folgendes:

„“ Es ist prinzipiell wichtig, dass Lehrkräfte gendern“. Die Schüler sollten schließlich zu mündigen Bürgern erzogen werden.“

Ja, dafür wäre es wirklich höchste Zeit ! Allerdings fürchte ich, liebe Lehrer*Innen, das habt Ihr zu lange verhindert – und jetzt ist es bereits zu spät dafür !

Was der „mündige Bürger“ allerdings mit Gender-Sprachvergewaltigung zu tun hat – keine Ahnung !

Dann lese ich jedoch erschröckliches

„Das Gender-Sternchen komme hier laut Brigitte Eisenhut…nur in Einzelfällen zum Einsatz:“

Ich glaube , ich sollte Anzeige bei der Regensburger Sprach-Polizei wegen der Diskriminierung der mit dem * registrierten „diversen“ Menschen erstatten !

Das sind zwar nur etwa 300 Menschen in ganz Deutschland, die sich – seit der Einführung des „dritten Geschlechts“ Ende Dezember 2019 – im Jahr 2020 beim Standesamt als „divers“ haben registrieren lassen . Ich kenne jetzt niemanden davon, aber mindestens 1 „diverse“ Person wird es in der Region doch geben, deren Erlaubnis man*frau hätte einholen müssen ?!

Aber da, ich lese eine Rechtfertigung für die Diskriminierung der *:

„Ein Grund ,.warum auf Gendersternchen und Co. verzichtet wird, sei auch der hohe Migrationsanteil , sagt Eisenhut…Solche Sonderzeichen könnten da manche Schüler überfordern.“

Wusste ich es doch, die Migranten sind mal wieder schuld, dass Menschen diskriminiert werden müssen !

Aber Quatsch beiseite:

ich unterstelle Euch Genderfreunden mal gute Absichten, daher:

Was sagt Ihr zu dem Satz:

„Man kann die Gesellschaft nicht über die Sprache ändern, die Sprache ändert sich mit der Gesellschaft…“

Diesen Satz fand ich im untenstehenden Leserbrief in einem Onlinemagazin:

Was sind die „echten“ Probleme in diesem Land ?

Ich gehöre zu den Menschen, die von Berufs wegen (Berufsbetreuer) ständig mit den wirklich üblen Folgen dieser Gesellschaftsordnung zu tun haben: Armut, Alkohol- und Drogensucht, körperliche wie psychische Erkrankungen.

Ich betreue Junge und Alte, Männer wie Frauen, Deutsche wie Migranten/Flüchtlinge, die echt Hilfe brauchen.

Aber das schert Euch Gender-Fans in Euren akademischen Elfenbeintürmen – wenn ich das als zweifach Studierter so sagen darf – einen Dreck, oder ?

In all den Jahren, die ich stadtbekannt für mein sozialpolitisches Engagement bin, ist keine einzige der Parteien oder der Gruppen, die jetzt so groß auf Gendern und gegen Minderheiten-Diskriminierung machen, zwecks Zusammenarbeit an mich herangetreten.

So geschätzt ein Drittel der Bevölkerung ist „abgehängt“ worden, wie es so verharmlosend heiß. Deutsche wie Migranten. Frauen wie Männer.

Hier ein paar informative Artikel zum Thema:

„Die Corona-Armut“ (rubikon)

„Erst Corona, dann die Armut“ (telepolis)

„Wie Geld bestimmt, wer sich infiziert“ ( t-online.de)

Diesen Menschen geht Ihr in der Tat aus dem Weg, damit sie Euch nicht irgendwie mit ihrem Unglück anstecken könnten. Das ist mein Eindruck in der Praxis.

Stattdessen habt Ihr Moralisten und Selbstgerechten im Gendern und in der Sprachpolizei – was wer wie sagen und tun darf darf – Euer Hobby gefunden.

Aber wann tut Ihr tatsächlich was für die Leute, die an diesem Gesellschaftssystem, seiner Reich/arm-Ordnung, seiner „Erziehung“ etc. leiden ? Ach so, dann könnte es Euch selber in Euer Komfort-Zone vielleicht nicht mehr so gut gehen ?

Das einzige, was Ihr Sprach-Polizisten macht, ist von den tatsächlichen Problemen vieler Menschen abzulenken.

8.9.21

Autor: Otmar Spirk