#Laßt uns öffnen!… Bitte!Bitte! Regensburg: 50 Demonstranten, 1 Landrätin, 1 Stadträtin, 2 trojanische MdB-Pferde

So schaut also der Protest aus, wenn die mittelständische Wirtschaft gegrillt wird und der Selbsterhaltungstrieb erwacht:

Genehmigt hatte die Stadt Regensburg 200 Kundgebungsteilnehmer auf dem Dultplatz. Gekommen waren etwa 50 Erwachsene, corona-konform, versteht sich, und ein Dutzend Kinder. Die haben mich mit ihrem Treiben echt erfreut.

Unter der Überschrift „Bündnis bäumt sich gegen Lockdown auf“

berichtete die Mittelbayerische Zeitung darüber . Wenn das das Aufbäumen zahlreicher Unternehmen sein soll, das laut MZ in ganz Ostbayern mit Förderung von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) stattfindet – wobei Regensburg „eine der Protest-Hochburgen “ (MZ) ist – dann Gnade Gott den Mittelständlern . Denn die Mächte hinter Söder tun es nicht.

Es redete die Landrätin Tanja Schweiger (Freie Wähler), die sog. Inzidenzwerte dürften nicht mehr der Hauptmaßstab für Schließungen sein.

Es redeten Betroffene wie der „Lockdown-Rebell“ Kürschnermeister Müller (meinen Respekt) , sowie Bürgermeister von Landkreis-Gemeinden…Aus Regensburg redete und sah ich nur die CSU-Stadträtin und Hotelbesitzerin Fuchshuber.

Was die Reden der Bundestagsabgeordneten Peter Aumer (CSU) und Stefan Schmidt (Grüne) bei der Kundgebung sollten  ,weiß ich nicht. Eine nennenswerte Kritik am Lockdown habe ich von ihnen nicht gehört. Im Gegenteil, Aumer verteidigte den Lockdown sogar .

Sind diese Politiker trojanische Pferde, um den Protest von innen her zu sabotieren ? Oder sind sie potentielle Wendehälse, damit sie bei einer erzwungenen Änderung der Corona-Politik sagen können, schauts, wir waren da auch beim Protest irgendwie dabei ?

Update:

Einzig der Bundestagsabgeordnete Dr. Lechte (FDP) stellte sich voll und ganz hinter die Forderungen von #Lasst uns öffnen .

Andere Betroffene haben bereits klar formuliert, was die Corona-Politik mit den Mittelständlern klein wie groß macht:

Regensburger Einzelhändler: „Sie zerstören die Herzen unserer Städte!“

„Händler schreiben Brandbrief an Söder“ hieß der Bericht Mitte März in der Mittelbayerischen über einen Protestbrief von 60 Regensburger Händler. Darin heißt es:

„Sie aber schließen unbefristet und im Gießkannenprinzip unsere Türen, nehmen uns unsere Existenzgrundlage und unsere wirtschaftliche Solidität und sorgen gleichzeitig dafür, dass scheinbar beliebig ausgewählte Mitbewerber „unsere Umsätze“, „unsere Kundschaft“ und damit „unsere Zukunft“ übernehmen. Sie zerstören mit Ihren nicht mehr nachvollziehbaren Verordnungen und ihrem Missmanagement die Vielfältigkeit und die Herzen unsere Städte, welche aus einer Vielzahl vielfältiger und leidenschaftlich geführter Einzelhandelsbetriebe, Gastronomie- und Hotelbetriebe und innovativen mittelständischen Unternehmen unterschiedlichster Branchen bestehen.“

So ist es. Die Wirtschaft wird mittels der Corona-Politik bereinigt: Die systemrelevanten Teile werden den „Rest“ fressen. Geht auf die Barrikaden . oder werdet gefressen, Mittelständler.

9.4.21

Autor: Otmar Spirk