Von einem Antifaschisten, der auf die Regensburger „Initiative gegen rechts“ traf. Mein Beileid, Herr Brunschweiger !

Der bekannte Grundrechte-Aktivist und dieBasis-Direktkandidat Jörg Brunschweiger wollte am Samstag an der Gegenkundgebung der „Initiative gegen rechts“ gegen die AfD teilnehmen, ich berichtete bereits darüber.

Hier Brunschweigers Erfahrungsbericht, den er mir freundlicher Weise zur Verfügung gestellt hat:

 Gestern hatte die AfD eine Kundgebung und es gab eine Gegenveranstaltung der „Initiative gegen Rechts“. Da ich kein Fan der AfD bin, wollte ich an der Gegendemo durchaus teilnehmen – wer der Veranstalter ist, fand ich erst vor Ort heraus.
Mir geht es um den Inhalt, ich bin nicht nachtragend, und interessiert an einem Austausch, daher stellte ich mich zur Demo dazu.

Die Vertreter der Partei „Die Partei“ grüßten mich durchaus freundlich, doch kaum suchte ich mir ein schattigeres Plätzchen, kamen Ordner auf mich zu.
Man erkannte mich wohl und war absolut feindlich eingestimmt. Ich solle mich verpissen und sei eine unerwünschte Person. Wenn ich gegen die AfD demonstrieren wolle, solle ich meine eigene Demo anmelden !

Leider hatte ich da nicht den Konter parat, dass ich das seit einem halben Jahr gemacht habe, aber sie selbst ja dann wieder eine Gegendemo zu meiner Demo gegen Diskriminierung jeder Art auf die Beine stellen würden. 
Zudem würde ich keine Maske tragen. Im Gespräch stellte sich heraus, dass die Ordner Ausnahmen von der Regel nicht kannten, womit sie klar signalisierten, dass jeder Maskenbefreite von ihnen diskriminiert worden wäre.
Eine Diskussion war also nicht möglich, da ich der Feind bin und es eine strikte Regel gibt, mit niemandem zu reden, der als Feind deklariert wurde – wobei sich die Frage stellt, wer die Liste derer erstellt, mit denen sektenartig nicht mehr geredet werden darf.
Man machte mir ausdrücklich und mehrheitlich klar, dass man meine Positionen nicht einmal im Ansatz teilen würde. Was im Klartext bedeutet :

Die Initiative gegen Rechts …
… lehnt Meinungsfreiheit ab
… ist für die Diskriminierung von Ungeimpften und Maskenbefreiten
… wünscht eine Verlängerung der epidemischen Notlage für die nächsten Jahre
… findet ALLE Grundrechtseinschränkungen der letzten Monate gut
… ist im Prinzip dann doch für die AfD, weil ich ja dagegen bin 😉 – wahrscheinlich weil das Wirken der AfD die eigene Existenz rechtfertigt – ohne AfD keine Gelder für die „Initiative gegen Rechts“ ?

Zum Beweis ihrer Ignoranz (= die Weigerung, sich mit anderen Meinungen zu beschäftigen) kam als Antwort auf meine T-Shirt-Aufschrift „Grundrechte sind unantastbar“, die Aussage, dass Grundrechte antastbar wären – durch Gesetze.

Was auf den ersten Blick richtig klingt, ist es eben nicht, denn zum einen wurden die meisten Grundrechte nicht aufgrund von einem Gesetz, sondern aufgrund von Verordnungen der Exekutive eingeschränkt, zum anderen hat der junge Mann nicht weitergelesen, denn es steht deutlich im Grundgesetz, dass die Grundrechte vom Wesensgehalt unantastbar sind!

Vom Inhalt der Demo an sich hatte ich nicht viel auszusetzen. Eine aufgenommene Rede machte klar, welch reaktionäres Weltbild ein Großteil der Menschen in der AfD hat – ausländerfeindlich und frauenfeindlich.

Da konnte ich von der Seite aus, wo ich stehen durfte, klatschen.

Die Rede der Person vor Ort war etwas weniger gut, aber größtenteils in Ordnung.
Den Ton fand ich dennoch etwas vulgär : „Fuck AfD“, aggressiv und definitiv nicht auf ein friedliches Miteinander ausgerichtet. Aber mehr kann man von dieser Gruppe offenbar nicht mehr erwarten.

Brunschweigers T-Shirt: Bei den Grundrechteleugnern von der IgRechts unerwünscht