Reinhard Erös: „Der Krieg in Afghanistan machte Afghanistan zum korruptesten Land der Welt“. Eine Abrechnung mit dem US-„Krieg gegen den Terror“

Reinhard Erös , Mintraching (Lkr. Regensburg) , ehem. Sanitätsoberst der Bundeswehr , leitet mit seiner Frau und seinen Kindern die „Kinderhilfe Afghanistan“ , die dort u.a. Schulen für 60000 SchülerInnen betreibt .

Im Interview mit der Mittelbayerischen Zeitung rechnet Erös mit dem amerikanischen „Krieg gegen den Terror“ und der deutschen Beteiligung ab:

MZ. Was hätte der Westen anders machen müssen in Afghanistan?

Erös: …Das tun, was für das afghanische Volk richtig ist. Mit den 1300 Milliarden Dollar, die in diesen Krieg geflossen sind, hätte man jeden Afghanen bestens ausstatten können. Aber das Geld floss an warlords und korrupte Politiker . Der Kirieg in Afghanistan war der teuerste Krieg der Menschheit, und er machte Afghanistan zum korruptesten Land der Welt. In der Taliban-Zeit gab es übrigens keine Korruption…

Sehr hörenswert ist das Videointerview der MZ mit Erös „Wir haben Blut an den Händen “ ( 38 Min,) , in dem er mit den Vorwänden für die US-Invasion in Afghanistan, und mit der SPD-Grünen-CDU/CSU-Unterstützung des Krieges abrechnet.

Mein Kommentar zu den Ausführungen von Erös:

Zwanzig Jahre Krieg gegen ein Land, das den USA nichts getan hat, mit etwa 30000 toten Zivilisten jedes Jahr . Verstehe ich Erös richtig:

Der seit 20 Jahren andauernde „Krieg gegen den Terror“ der USA und ihrer Verbündeten gegen Afghanistan war nur ein terroristischer Feldzug für die Erhaltung der USA als Weltmacht ?

Daraus folgt: CDU/CSU-SPD-Grüne, sie alle sind als „Friedensparteien“ gänzlich unglaubwürdig, da sie an der Seite der USA mitgemacht haben und für Aufrüstung und für Kriegseinsätze der Bundeswehr sind.

Und ebenso sind sie unglaubwürdig als Kämpfer gegen die Umweltzerstörung, denn Aufrüstung und Krieg gehören zu den größten Umweltzerstörern.

24.8.21

Autor: Otmar Spirk