Die schwarz-rot-grünen Kinderschinder: DAK-Bericht über Lockdown-Folgen für Kinder und Jugendliche

Das ist in den Mainstream-Medien nur unter ferner-liefen zu lesen:

Die soeben erschienene Studie der DAK über die schlimmen Folgen der Lockdown-Politik gegen Kinder und Jugendliche , hier die PowerPoint-Präsentation (dak.de) .

Ausgewertet wurden die Daten von etwa 800000 Minderjährigen für das Jahr 2020.

Ich fasse die Ergebnisse zusammen:

-Im Jahr 2020 sind im Vergleich zum Vorjahr in den Krankenhäusern 60 Prozent mehr Mädchen und Jungen aufgrund einer Adipositas (Übergewichtigkeit) behandelt worden.

-Die Zahl Minderjähriger mit starkem Untergewicht ist um mehr als ein Drittel angestiegen. „Essstörungen wie Magersucht und Bulimie nahmen um fast zehn Prozent zu“, ist in der DAK-Studie zu lesen.

Im einzelnen:

-Die Zahl junger übergewichtiger Patientinnen und Patienten lag im Frühjahrslockdown 66 Prozent unter den Wert des Vorjahres, stieg danach aber steil an „und blieb auf Rekordniveau“. Gleichzeitig hat die Zahl der Kinder und Jugendlichen mit starkem Untergewicht 2020 um 35 Prozent zugenommen.

Nach einem Rückgang im ersten Lockdown um 19 Prozent haben sich die Fälle danach verdoppelt.

-Bei stationär behandlungsbedürftigen Essstörungen wie Bulimie und Anorexie ist während der Lockdowns ein Anstieg um zehn Prozent zu verzeichnen gewesen.

-Bei Diabetes und infektiösen Erkrankungen folgte nach einem Rückgang während des Frühjahrslockdown eine Zunahme der Fälle:

Bei stationär behandelten Kindern und Jugendlichen mit einem diagnostizierten Typ-1-Diabetes gab es im ersten Lockdown einen starken Rückgang um 28 Prozent. Dagegen lag die Zahl der Behandlungen im zweiten Lockdown 42 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Bei den psychischen Erkrankungen ist im Jahresverlauf eine starke Dynamik zu beobachten gewesen, sagt der DAK-Bericht:

„Nachdem im Frühjahrslockdown über 30 Prozent weniger junge Patientinnen und Patienten aufgrund einer Verhaltensstörung behandelt wurden, stieg ihre Zahl im Herbst- und Winter-Lockdown mit einem Plus von vier Prozent leicht an.“

-Bei Depressionen und Angststörungen hat sich ein ähnliches Bild ergeben.

Im ersten Lockdown sind rund 37 Prozent weniger Mädchen und Jungen stationär versorgt worden, danach sind die Zahlen aber gestiegen:

„Während des zweiten Lockdowns Ende 2020 wurden acht Prozent mehr Kinder und Jugendliche wegen Depressionen und Ängsten stationär behandelt als im Vorjahr“, heißt es in der Studie .

Wie die Statistiken in der DAK-Studie zeigen, sind viele Kinder und Jugendliche von ihren Eltern wegen der geschürten Corona-Ansteckungsangst erstmal möglichst lange n i c h t in ärztliche Behandlung gegeben worden. Und im 2. Lockdown war es dann bereits so schlimm, dass die Behandlungszahlen und die schweren Erkrankungen explodierten .

Nelson-Mandela-Zitat, gesehen in Stadt am Hof

Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, sagt dazu folgendes:

Die Krankenhausbehandlungsfälle von Kindern und Jugendlichen gingen im ersten Lockdown stärker zurück als im zweiten. Gleichzeitig wurden in Kliniken aber mehr schwere Fälle behandelt. Besorgniserregend ist der Rückgang der stationären Behandlungsfälle ernster Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Asthma bronchiale und psychische Erkrankungen. Insbesondere Adipositas und seelische Störungen waren im zweiten Lockdown sogar häufiger ein Behandlungsgrund als im Vorjahr. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben deutlich negative Effekte auf die Kinder- und Jugendgesundheit – vor allem in den Bereichen Körpergewicht und psychische Gesundheit. Diese Effekte werden uns noch nachhaltig beschäftigen. Es wird noch lange dauern, bis wir zu einer Normalität zurückkehren können.

Thomas Fischbach

Was sagt die Expertengruppe um den Infektiologen Prof. Mathias Schrappe dazu, die zuletzt die divi-Intensivbetten-Mangel-Lüge aufdeckte, siehe hier, zu den Lockdown-Folgen ?

Die Experten-Gruppe um Prof. Schrappe hat mehrmals die Corona-Politik gegenüber den Kindern und Jugendlichen als schädlich kritisiert.

Hier die wichtigsten neuen Thesen der Gruppe, die in dem telepolis-Artikel Corona und Schule: Bußgeld für Eltern, die ihre Kinder nicht testen lassen erläutert werden

9.6.21

Autor: Otmar Spirk