Regensburg: fridays for future beklagt Grundrechte -Einschränkungen (MZ). Spät, aber hoffentlich nicht zu..

Unter der Überschrift „Stadt verbietet Radl-Demo“ ist in der Mittelbayerischen Zeitung vom 11.9.21 zu lesen : „Fridays for future klagt über Grundrechtseinschränkungen“.

Was ist passiert ?

Wie der Pressemitteilung von fridays for future (fff) Regensburg und dem Verkehrsclub (VCD) zu entnehmen ist, hat die Stadtverwaltung deren geplante Radl-Demo am Lappersdorfer Kreisel verboten. Desweiteren sollen die anderen geplanten Protestaktionen nur mit zahlreichen Beschränkungen genehmigt werden. Zum Beispiel drohe für den am 24. September geplanten sog. „Schulstreik fürs Klima“ – er ist in Wirklichkeit nur eine Demonstration – ein Verbot von Teilen der Demonstrationsstrecke. Die Begründung der Stadtverwaltung: Der Corona- Infektionsschutz . Die Mindestabstände könnten nicht eingehalten werden, sogar trotz Masken dürfe deshalb auch eine einreihige „Demopolonaise“ durch die Gassen in der Altstadt nicht stattfinden. Ein Rollerblade/Skater-Demo wurde von einem anderen Veranstalter wegen der Riesen-Auflagen bereits wieder abgesagt….

„Wir sehen hier eine eklatante Schlechterstellung und Ungleichbehandlung unserer Versammlungen gegenüber dem täglichen Geschehen in der Regensburger Altstadt“, klagen ffm/VCD.

Nach 18 Monaten Grundrechtseinschränkung trifft es jetzt auch die fff-ler

Soll ich jetzt lachen oder weinen ? Als früherer Fan der fridays meine Meinung dazu:

Bis jetzt konnten die Regensburger fridays for future gar nicht „corona-konform“ genug sein: Den Teilnehmern der letzten Protest-Kette in der Altstadt wurde öffentlich vorab angedroht, die Polizei gegen sie zu holen, wenn sie die Corona-Vorschriften nicht einhalten würden, siehe hier .

Ich empfand das als Spaltung der Proteste gegen die Umweltzerstörung und bin ab da fern geblieben.

Letztes Jahr wurden die fridays dann sogar Mitglied der rechten „Initiative gegen rechts“ . Der fridays-Sprecher rechtfertigte wiederholt gegenüber den Medien die Hetze dieser Söder-Hilfsinitiative gegen die Bewegung der Menschen, die ihre Grundrechte zurück fordern.

Und erst jetzt, nachdem die Grundrechte-Einschränkung die fridays selber trifft, beschweren sie sich darüber ! Eine Gruppierung, die die Grundrechte nicht als Grundrechte für alle ansieht, sondern nur als Rechte für die eigenen Ziele, die ist aus meiner Sicht als Demokrat nicht vertrauenswürdig .

14.9.21

Autor: Otmar Spirk