Das ist irre: 890.000 EUR für das Toilettenhäuschen am Regensburger Schwanenplatz. Und die Armut wächst

890.000 EUR kostet den Steuerzahler das neue öffentliche Toilettenhäuschen plus Wartebereich für Buspassagiere am Schwanenplatz.

Aber über diese irren Kosten soll der Steuerzahler auch noch froh sein, lese ich in der Mittelbayrischen Zeitung heute unter der Überschrift Das wohl teuerste Klo der Stadt (mit paywall)Der CSU-Sprecher findet, dass der hohe Betrag „vertretbar“ sei, der Grünen-Sprecher meint, „man müsste froh sein, dass es nicht noch teurer wurde“. Wer ist „man“ ???

Ach ja, nur gut 100 m weiter ist das Parkhaus Dachauplatz mit öffentlichen Toiletten .

Ich finde dass irre, aber zum „Zeitgeist “ der Politikerkaste passend, die uns regiert – und offenbar lieber unkontrolliert das Geld des Steuerzahlers für ihre schrägen Prestige-Projekte verbrät, als sich um die wirklichen Probleme vieler Menschen zu kümmern.

Warum ich als Sozialrechtsanwalt Geld verleihe…Die Minijob-Falle

Ich bin ja im wesentlichen als Sozialrechtler tätig. Viele meiner Mandanten haben so wenig, dass ich ihnen immer wieder mal kleine Beiträge leihe:

Damit sie für die einfachsten Dinge über die Runden kommen. Nebenbei bemerkt bekomme ich das Geld sehr oft irgendwann auch wieder zurück. Diese Menschen , ein Teil davon Familien mit Kindern , bekommen so wenig an Unterstützung – in jeder Hinsicht – dass sie jeden Monat nur beten können, dass nichts Unerwartetes passiert . Was dann halt doch immer wieder passiert.

In der MZ vom 13.12.21 lese ich unter der Überschrift „In der Minijob-Falle“, dass in Regensburg die irre Zahl von 25.100 Menschen in Minijobs von bis 450 EUR/Monat arbeiten. Davon sind 14.659 – überwiegend Frauen – ausschließlich geringfügig beschäftigt. (Stand Juni 2020). Minijobs sind gut für den Unternehmer, aber führen zur Altersarmut. Darum gibt es sie, oder ? Denn die alten Menschen sind hierzulande, so sie kein Geld haben , eh der letzte Dreck. Das ist meine Berufserfahrung

Eine der neuen „Segnungen“ der Ampelkoalition ist die Erhöhung der Minijobs auf bis 520 EUR Verdienst. Prof. Enzo Weber, Regensburger Uni-Lehrstuhl empirische Wirtschaftsforschung sagte der MZ dazu, dass „die Anhebung in die falsche Richtung geht…“Statt auf Dauer kleine Jobs zu subventionieren, hätte man alle Jobs gleichbehandeln sollen.““

Aber wie sonst sollen dann die Reichen noch reicher werden ? Also : Macht Ihr gut, Ihr Herr- und Damenschaften !

Und Ihr „da oben“ beschert uns ein sauteures Klo , weil Ihr im Grund auf das Leben der „einfachen“ Leute .… Oder ? .Womit wir wieder beim Klohäuschen wären.

Aber stimmt schon: „Selber schuld“ :.Solange sich die kleinen Leute das gefallen lassen, ändert sich nichts.

17.12.21

Autor: Otmar Spirk